Es ist uns kein Anliegen
Süddeutsche Zeitung
Wann erscheint endlich der Roman zum Klimawandel? Okay, Gegenfrage: Warum sollen Schriftsteller mehr machen als gute Bücher schreiben?
Das Reden über Literatur ist seit einiger Zeit wieder aufgeregt und aufgeladen, einerseits weil alles nur noch aufgeregt und aufgeladen ist, andererseits: weil einige Menschen derzeit wieder vieles von der Literatur fordern. Die einen möchten, dass literarische Texte mit der Sprache eine Gerechtigkeit herstellen, die wünschenswert ist, die es in der Wirklichkeit aber leider nicht immer gibt. Andere wünschen sich, dass Autoren möglichst rasch und eindeutig die Karten auf den Tisch legen, wie sie zur Genderfrage stehen, welche Kerben die Corona-Maßnahmen in ihren inneren Bildschirm geschlagen haben und ob sie auch auf die Lieferung der sortenreinen Edelhölzer für den Kamin in ihrer Schreibhütte warten oder etwa nicht. Dringend erwartet wird unterdessen auch endlich der Roman zum Klimawandel.

Die Erziehung prägt Menschen ein Leben lang – kein Wunder, dass sich viele Eltern unsicher sind, ob sie zu streng oder zu großzügig sind. Der Psychologe Jakob Müller und die Psychologin Cécile Loetz erklären, wie man die Bedürfnisse seiner Kinder erfüllt, ohne die eigenen aus dem Blick zu verlieren.

Geboxt, verbrannt, angebrüllt: Mitarbeiter berühmter Köche berichten immer wieder von Brutalität bei der Arbeit – so wie nun aus dem Umfeld von »Noma«-Star René Redzepi. Wird sich die Branche nun verändern? Welchen Einfluss hat man als Gast? Ein Gespräch mit der Buchautorin Nora Bouazzouni, die das System von innen kennt.











