
"Es geht um mehr als nur um Öl und Gas"
n-tv
Bundeskanzler Merz fliegt in die Golfregion, besucht Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Emirate. Koalitionspartner SPD lobt seine "realistische Außenpolitik". Außenpolitiker Ahmetovic erklärt, es würden künftig auch "Dinge passieren, die nicht sofort bei Beobachtern zu Applaus führen".
Bundeskanzler Merz fliegt in die Golfregion, besucht Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Emirate. Koalitionspartner SPD lobt seine "realistische Außenpolitik". Außenpolitiker Ahmetovic erklärt, es würden künftig auch "Dinge passieren, die nicht sofort bei Beobachtern zu Applaus führen".
ntv.de: Bundeskanzler Friedrich Merz reist in die Vereinigten Arabischen Emirate, nach Katar und Saudi-Arabien. Drei unterschiedliche Länder, aber allesamt Golf-Monarchien. Welche Rolle spielt diese Region für Deutschland?
Adis Ahmetovic: Deutschland und Europa sind dabei, sich in einer multipolaren Welt strategisch resilienter aufzustellen. Mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, der nun mit dem vierten Winter immer brutaler wird, der Angriff durch US-Präsident Trump auf die regelbasierte Weltordnung mit seinen gewaltsamen Annexionsfantasien gegen Grönland, sind nur einige Beispiele dafür, warum wir weitere multilaterale Partnerschaften brauchen. Als SPD-Fraktion begrüßen wir daher die geplante Reise des Bundeskanzlers in die Golf-Region.
Deutschland hat - gemessen an den Verbraucherpreisen - echte Energienot. Macht das die Golfstaaten mit ihren Öl- und Gasvorkommen so interessant?
Es geht um mehr als nur um Öl und Gas. Wer es nur darauf verengt, handelt kurzsichtig. Die Region ist ein wichtiger strategischer Partner - für regionale Stabilität ebenso wie für Handel und grüne Energie sowie Investitionen und Diplomatie. Viele deutsche Großunternehmen sind bereits in der Region aktiv, aber auch immer mehr der Mittelstand und Kleinunternehmen. Neben all dem müssen wir ebenfalls die Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheit vertiefen.













