Erinnerung und Fantasie
Süddeutsche Zeitung
Als Lyriker und Erzähler wurde Wolfgang Hilbig berühmt, jetzt ist er auch als Essayist und Redner zu entdecken.
Irgendwann gegen Ende der Neunzigerjahre, schreibt Wolfgang Hilbig in einem Essay, sei er in einen der stillgelegten Industriebetriebe eingedrungen, wo er zu Zeiten der DDR gearbeitet hatte. Die riesigen Fertigungshallen waren leer, alle Apparaturen und Werkbänke aus dem Boden gebrochen und abtransportiert worden. Die Szenerie erinnerte an ein Geröllfeld. Doch zugleich schien sich etwas anderes erhalten zu haben, Spuren einer zweiten Welt, die tief in die Imagination führte: "Es war die Ausdünstung der Wände, jener vielleicht nur eingebildete brandige, schwärzliche Geruch von altem Maschinenöl, der sich im Verputz der Mauern, seit Unzeiten, wie es mir vorkam, festgesetzt hatte."More Related News

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