
Elf Jahre Haft für tödliche Messerstiche in Einkaufszentrum
n-tv
In einem belebten Einkaufszentrum greift ein Mann mit einem Messer den Mitarbeiter eines Imbissladens an. Der Angreifer tötet seinen ehemaligen Freund und muss nun für lange Zeit ins Gefängnis.
In einem belebten Einkaufszentrum greift ein Mann mit einem Messer den Mitarbeiter eines Imbissladens an. Der Angreifer tötet seinen ehemaligen Freund und muss nun für lange Zeit ins Gefängnis.
Hamburg (dpa/lno) - Wegen tödlicher Messerstiche auf einen 25-Jährigen in einem belebten Einkaufszentrum hat das Landgericht Hamburg einen Angeklagten zu elf Jahren Gefängnis verurteilt. Der 26 Jahre alte Syrer habe das Tatgeschehen im Harburger Phoenix-Center am 26. Juni vergangenen Jahres gestanden, sagte eine Gerichtssprecherin. Nach Überzeugung der Strafkammer tötete er seinen früheren Freund und Landsmann aus Eifersucht und einem übersteigerten Ehrverständnis mit mindestens elf Messerstichen.
Am späten Nachmittag jenes Tages hatte der Angeklagte sein späteres Opfer an dessen Arbeitsstelle in einem Imbissladen aufgesucht. Nach einem Streit griff er zu einem mitgebrachten Messer mit einer neun Zentimeter langen Klinge und stach auf den damals gleichaltrigen Mann ein. Der 25-Jährige versuchte vergeblich zu flüchten. Die Bluttat wurde vor zahlreichen Zeugen verübt, darunter Familien mit kleinen Kindern, wie die Sprecherin sagte. Das Opfer erlitt schwerste Verletzungen im Brust- und Bauchbereich und starb auf dem Weg ins Krankenhaus.
Der Messerstecher war nach der Tat zunächst von Passanten festgehalten und schließlich von der Polizei festgenommen worden. Seither sitzt er in Untersuchungshaft.
Der Angeklagte leide unter einer Persönlichkeitsstörung des Borderline-Typs, stellte ein Sachverständiger nach Angaben der Sprecherin fest. Außerdem sei er drogenabhängig. Er habe geglaubt, dass sein ehemaliger Freund ein Verhältnis mit seiner Frau hatte. "Der Angeklagte war überzeugt, dass nicht nur der Geschädigte, sondern auch andere ein sexuelles Verhältnis mit seiner Frau hatten", sagte die Sprecherin. Er sei davon ausgegangen, dass auch seine beiden Töchter Kinder des Opfers seien.













