
Einheitsfest: Gut gelaunte Politiker – und Besucher
n-tv
Dichtes Gedränge, 600 Künstler, kulinarische Leckerbissen und politische Prominenz: Warum das kleine Saarland beim Einheitsfest für Begeisterung sorgte – trotz etwas Frust über den ÖPNV.
Saarbrücken (dpa/lrs) - Das zentrale Fest zur Deutschen Einheit hat Tausende Besucher nach Saarbrücken gelockt: nicht nur zum musikalischen Programm mit 600 Künstlern auf 20 Bühnen, sondern auch zu Kunst und Kultur, kulinarischen und touristischen Angeboten und politischen Diskussionsveranstaltungen. Zudem präsentierten sich die Verfassungsorgane und alle Bundesländer in zahlreichen Zelten und Pavillons.
Nach dem ökumenischen Gottesdienst und dem offiziellen Festakt in der Congresshalle war es ab mittags in der komplett abgesperrten Innenstadt so voll, dass es kaum noch ein Durchkommen gab. Dicht gedrängt schoben sich die Besucher an den Ständen vorbei, zeigten sich dabei aber in bester Stimmung. "Viele Menschen, gutes Wetter und gute Laune – genau das hatte ich erwartet", sagte Thomas de Schutter, der mit seiner Frau aus Neustadt an der Weinstraße anreiste. Auch, um nach 20 Jahren mal wieder das saarländische Traditionsgericht "Dibbelabbes" zu probieren.
"Alles ist hervorragend organisiert", lobte sein Freund Uwe Erhardt aus Saarbrücken. Nur der ÖPNV, der an diesem Tag kostenlos war, lasse seiner Ansicht nach "sehr zu wünschen übrig": Zu wenig Züge, zu lange Wartezeiten für die Vielzahl der Fahrgäste, bilanzierte er. "Das trübt die Stimmung leider."
