Ein Knochenjob
Süddeutsche Zeitung
In der Fleischindustrie zu arbeiten, ist kein Traumberuf. Zu schlecht die Bedingungen, zu belastend der Umgang mit Tieren, körperlich wie psychisch. Warum sich Menschen trotzdem für die Branche entscheiden - und dabei neue Wege gehen.
Der Alltag von Alois Zimmerer sieht genauso aus, wie man sich die Arbeit in der Fleischindustrie vorstellt. Der 49-Jährige beginnt seine Schicht morgens um 6 Uhr 15, dann nimmt er sein Zerlegemesser in die Hand, stellt sich an eines von fünf Fließbändern und bearbeitet täglich ungefähr 3700 Mittelstücke vom Schwein, um das Fleisch von den Knochen zu trennen. Jeden Tag, wenn er die Fabrik betritt, lege er einen inneren Schalter um. Alois Zimmerer fasst das so zusammen: "Man stumpft ab."

Die Erziehung prägt Menschen ein Leben lang – kein Wunder, dass sich viele Eltern unsicher sind, ob sie zu streng oder zu großzügig sind. Der Psychologe Jakob Müller und die Psychologin Cécile Loetz erklären, wie man die Bedürfnisse seiner Kinder erfüllt, ohne die eigenen aus dem Blick zu verlieren.

Geboxt, verbrannt, angebrüllt: Mitarbeiter berühmter Köche berichten immer wieder von Brutalität bei der Arbeit – so wie nun aus dem Umfeld von »Noma«-Star René Redzepi. Wird sich die Branche nun verändern? Welchen Einfluss hat man als Gast? Ein Gespräch mit der Buchautorin Nora Bouazzouni, die das System von innen kennt.











