Die Sprinterin, die aus der Kälte kam
Süddeutsche Zeitung
Kristina Timanowskaja blieb in Tokio unbeugsam, als die Sportfunktionäre von Belarus sie schikanierten. Wie üblich setzte das Regime auf Brutalität - und erlebte ein PR-Desaster.
Natürlich hatte niemand Kristina Timanowskaja gefragt, ob sie überhaupt in der 4-mal-400-Meter-Staffel laufen will. Die belarussische Sprinterin kommt aus einer Diktatur, die schlicht Gehorsam erwartet. Timanowskaja hat sich dagegen gewehrt, Verschiebemasse zu sein, und das sportlich begründet: Die 200-Meter-Spezialistin ist die 400 Meter noch nie gelaufen, man hatte hinter ihrem Rücken entschieden, ihr blieb kaum Zeit zur Vorbereitung.
Die Erziehung prägt Menschen ein Leben lang – kein Wunder, dass sich viele Eltern unsicher sind, ob sie zu streng oder zu großzügig sind. Der Psychologe Jakob Müller und die Psychologin Cécile Loetz erklären, wie man die Bedürfnisse seiner Kinder erfüllt, ohne die eigenen aus dem Blick zu verlieren.

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