
Die Inszenierung als „Friedenspartei“ löst in der AfD Unmut aus
Die Welt
Der Vorsitzende Chrupalla will seine AfD als Partei des Friedens etablieren. In der Fraktion löst die Neupositionierung Irritationen aus – zu weit gehen die Haltungen zum russischen Krieg gegen die Ukraine auseinander. Und mancher hält das angestrebte Image für unvereinbar mit anderen Zielen.
Das Bundestagsgebäude Marie-Elisabeth-Lüders-Haus am Ostufer der Spree steht links und rechts des früheren Verlaufs der Berliner Mauer. In dem Gebäude erinnert ein Mahnmal an die Teilung der Stadt. Am vergangenen Mittwoch war es die AfD-Bundestagsfraktion, die dort ein aus der DDR bekanntes Motto wieder aufleben ließ: Unter dem Titel „Dem Frieden die Freiheit“ lud der Arbeitskreis Außenpolitik der Fraktion zu einem „Friedenskonzert“.
„Es gab eine Radiosendung, die genau diesen Titel hatte“, sagte AfD-Außenpolitiker Matthias Moosdorf am Morgen des Konzerts vor Journalisten im Bundestag. „Wir dachten, damit es nicht in Vergessenheit gerät, dass wir diesem Titel wieder ein wenig Leben einhauchen.“ „Dem Frieden die Freiheit“ lief im staatlichen Hörfunk der DDR. Es war der Titel eines jährlichen „Solidaritätskonzerts für die Opfer des Bonner Regimes“.

Ermittlungen, Abhörmaßnahmen, schwere Anschuldigungen: Der frühere BND-Präsident August Hanning sagt gegenüber WELT, dass er im Fall Christina Block zu Unrecht ins Visier der Justiz geraten sei. Er bestreitet die Beteiligung an einer Kindesentziehung oder deren Planung – und kritisiert seinerseits die Strafverfolger.

Trotz Unmuts in der AfD-Bundesspitze tritt die Landtagsabgeordnete Lena Kotré mit Rechtsextremist Martin Sellner auf. Aufforderungen aus ihrer Partei, sie habe allein das „Remigrationskonzept“ ihrer Partei zu vertreten, folgt sie nicht. Gegenüber früheren Äußerungen werden bei Sellner Widersprüche deutlich.











