
Deutschland hilft Jordanien bei Flüchtlingsversorgung
n-tv
Jordanien nimmt seit Jahrzehnten immer wieder Hunderttausende von Flüchtlingen aus Krisengebieten auf. In seiner Vermittlerrolle hat das Land daher einen "unschätzbarem Wert" für Deutschland, wie Entwicklungsministerin Schulze betont. Entsprechend fließen zusätzliche Millionen an das Königreich.
Deutschland hat Jordanien zusätzliche Hilfen für die Versorgung von Flüchtlingen und zur Linderung der Wasserkrise in dem arabischen Land zugesagt. "Jordaniens humanitäres und politisches Engagement ist zentral für den Frieden im Nahen Osten", sagte Entwicklungsministerin Svenja Schulze, die Gespräche mit Regierungsvertretern in der jordanischen Hauptstadt Amman führte. "Die Vermittlerrolle des Landes ist von unschätzbarem Wert - und das nicht erst heute." Zudem schulterten Entwicklungsländer wie Jordanien den größten Teil der weltweiten Aufnahme von Geflüchteten.
Die SPD-Politikerin kündigte an, dass Deutschland Jordanien mit zusätzlichen Mitteln in Höhe von 41 Millionen Euro sowie einem Darlehen von 125 Millionen Euro unterstützen werde. 2024 will das Königreich mit dem Bau einer Meerwasserentsalzungsanlage am Roten Meer beginnen. Die Reise der Ministerin war bereits vor dem Blutbad der islamistischen Hamas in Israel vom 7. Oktober und der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen geplant worden.
Jordanien hat in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Hunderttausende von Flüchtlingen aufgenommen. Ein Großteil der Bevölkerung hat palästinensische Wurzeln. Ihre Familien waren während der Nahost-Kriege von 1948 und 1967 in das Königreich geflohen. Auch viele Iraker und Syrer haben in Jordanien Zuflucht gefunden. Die Bevölkerung hat sich seit 2005 auf mehr als elf Millionen Menschen verdoppelt.
