Demokratische Trauer
Süddeutsche Zeitung
Terroristische Gewalt wie in Hanau will nicht nur die Einzelnen treffen, sondern die Gesellschaft. Es ist Zeit, dass alle der Opfer gedenken.
Was bedeutet es: um einen Menschen zu trauern? Was bedeutet es: um jemanden zu trauern, der einem nicht durch Krankheit genommen, sondern gewaltsam aus dem Leben gerissen wurde? Allein, weil dieser Mensch in der menschenverachtenden Ideologie irgendeines Terroristen nichts zählte. Was bedeutet es, um einen geliebten Menschen zu trauern, der durch blinden Hass und skrupellose Selbstermächtigung erst entwertet und dann vernichtet wurde? Allein, weil der Name oder der Körper oder der Glaube dem wahnhaften Mörder nicht passte, allein, weil da jemand aussortieren wollte, wer dazugehören darf zu dieser Gesellschaft und wer nicht, weil da jemand vernichten wollte, was als "störend" oder "gefährlich" fantasiert wurde.

Die Erziehung prägt Menschen ein Leben lang – kein Wunder, dass sich viele Eltern unsicher sind, ob sie zu streng oder zu großzügig sind. Der Psychologe Jakob Müller und die Psychologin Cécile Loetz erklären, wie man die Bedürfnisse seiner Kinder erfüllt, ohne die eigenen aus dem Blick zu verlieren.

Geboxt, verbrannt, angebrüllt: Mitarbeiter berühmter Köche berichten immer wieder von Brutalität bei der Arbeit – so wie nun aus dem Umfeld von »Noma«-Star René Redzepi. Wird sich die Branche nun verändern? Welchen Einfluss hat man als Gast? Ein Gespräch mit der Buchautorin Nora Bouazzouni, die das System von innen kennt.











