Das Machogehabe ist Vergangenheit
Süddeutsche Zeitung
Am Dienstag beginnt die IAA, und festzustellen ist: Es ändert sich die Haltung der Deutschen zum Auto. Man will ja nicht bloß Freude am Fahren haben. Sondern dabei die Welt retten.
Die Deutschen sind immer ein Volk von begabten Ingenieuren und begeisterten Autofahrern gewesen, aber jetzt müssen sie dabei auch noch die Welt retten. Diesen Eindruck gewinnt man, wenn man sich die Werbefilme ihrer Konzerne anschaut: Während früher die Freiheit auf vier Rädern gefeiert wurde, dominiert jetzt große Ernsthaftigkeit. Die gepriesenen Meisterwerke der Digitalmobilität, die selbstverständlich alle elektrisch unterwegs sind, gleiten durch smarte Städte und traumhafte Landschaften, vorbei an jungen Menschen, die auf ihren T-Shirts die passende Botschaft tragen: "Es gibt keinen Planeten B" oder "Morgen ist es zu spät". Motorengeheul und Machogehabe? Alles Vergangenheit.
Die Erziehung prägt Menschen ein Leben lang – kein Wunder, dass sich viele Eltern unsicher sind, ob sie zu streng oder zu großzügig sind. Der Psychologe Jakob Müller und die Psychologin Cécile Loetz erklären, wie man die Bedürfnisse seiner Kinder erfüllt, ohne die eigenen aus dem Blick zu verlieren.

Geboxt, verbrannt, angebrüllt: Mitarbeiter berühmter Köche berichten immer wieder von Brutalität bei der Arbeit – so wie nun aus dem Umfeld von »Noma«-Star René Redzepi. Wird sich die Branche nun verändern? Welchen Einfluss hat man als Gast? Ein Gespräch mit der Buchautorin Nora Bouazzouni, die das System von innen kennt.











