
Beamte durchsuchen Hotel der Familie Block
n-tv
Noch immer ist nicht klar, wer in der Silvesternacht die zwei minderjährigen Kinder von Christina Block aus Dänemark nach Deutschland geholt hat. Der Unternehmerin wird zugetraut, die Unbekannten beauftragt zu haben. Erneut gibt es daher Ermittlungen im Umfeld der Familie.
Im Zusammenhang mit dem Sorgerechtsstreit der Familie Block hat die Polizei am Donnerstag erneut ein zur Familie gehörendes Hotel und die Firmenzentrale in Hamburg durchsucht. Das bestätigten die Hamburger Staatsanwaltschaft und eine Sprecherin der Blockgruppe. "Im Zuge von Ermittlungen wegen der gewaltsamen Verbringung zweier Kinder der Beschuldigten Block nach Deutschland hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichts Hamburg bei der Block Systems GmbH sowie im Grand Hotel Elysée Hamburg vollstreckt. Die Maßnahme diente der Auffindung weiterer Beweismittel. Nähere Angaben sind aktuell nicht möglich", hieß es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft.
Erst vor ein paar Tagen war der europäische Haftbefehl gegen die Hamburger Unternehmerin Christina Block nach Angaben ihres Anwalts aufgehoben worden. Die Hamburger Staatsanwaltschaft wollte sich zur Aufhebung des Haftbefehls nicht äußern. Nach früheren Angaben der Behörde wird gegen die 50-Jährige und weitere Personen wegen des Verdachts der Entziehung Minderjähriger und sonstiger Straftaten ermittelt.
Am 12. Januar hatte die Staatsanwaltschaft das Wohnhaus der Unternehmerin durchsuchen lassen. Auch im Hotel Elysée, das zur Block-House-Gruppe gehört, und in der Firmenzentrale in Langenhorn suchten Ermittler nach Beweismaterial. In der Silvesternacht hatten Unbekannte zwei Kinder der Hamburger Unternehmerin aus Dänemark nach Deutschland geholt. Nach wenigen Tagen bei ihrer Mutter kehrten sie nach einer Gerichtsentscheidung nach Dänemark zurück.
