
Anwältin von Collien Fernandes macht Ermittlern schwere Vorwürfe
n-tv
Seit den Vorwürfen der Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Ehemann Christian Ulmen ist eine Debatte um sexualisierte digitale Gewalt in Deutschland entbrannt. Nun äußert sich die Anwältin von Fernandes zum Vorgehen der Ermittlungsbehörden.
Seit den Vorwürfen der Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Ehemann Christian Ulmen ist eine Debatte um sexualisierte digitale Gewalt in Deutschland entbrannt. Nun äußert sich die Anwältin von Fernandes zum Vorgehen der Ermittlungsbehörden.
Die Anwältin der Schauspielerin Collien Fernandes, Christina Clemm, kritisiert im Zusammenhang mit einer Anzeige ihrer Mandantin die Ermittlungsbehörden in Schleswig-Holstein und wirft ihnen Untätigkeit vor, berichtet der "Spiegel". Demnach sollen die Ermittlungsbehörden "den vorhandenen Ermittlungsansätzen in keiner Weise" nachgekommen sein.
Fernandes hatte dem Bericht zufolge im November 2024 bei der Berliner Polizei Strafanzeige gegen unbekannt erstattet. Es sei in der Sache um die Fälschung von Onlineprofilen gegangen. Im weiteren Verlauf habe schließlich die Staatsanwaltschaft Itzehoe in Schleswig-Holstein das Verfahren übernommen. Dort seien die Ermittlungen allerdings zunächst eingestellt worden, weil Ermittlungsansätze gefehlt haben sollen. Zudem soll Fernandes von den Behörden angeforderte Unterlagen nicht eingereicht und auf eine entsprechende Anfrage per Brief nicht reagiert haben.
Anwältin Clemm teilte dem "Spiegel" dazu mit: "Ich kann versichern, dass meine Mandantin zu jedem Zeitpunkt mit den Ermittlungsbehörden kooperativ war." Fernandes habe bei den Berliner Behörden "in mehreren E-Mails Unterlagen eingereicht" und "sehr konkrete Ermittlungsansätze inklusive Kontakte" mitgeteilt. Die E-Mail-Adresse und Handynummer der Schauspielerin seien den Behörden bekannt gewesen, heißt es in dem Bericht weiter.
"Nachdem meine Mandantin die Mitteilung erhalten hatte, dass das Verfahren an eine nicht näher bezeichnete Polizeibehörde in Schleswig-Holstein abgegeben sei und sie von dort gegebenenfalls weitere Informationen erhalte, erreichte sie keine Nachricht mehr", so Clemm. Einen Brief der zuständigen Polizeibehörde habe Fernandes nicht bekommen. "Den vorhandenen Ermittlungsansätzen kamen die Ermittlungsbehörden in keiner Weise nach", wird die Anwältin zitiert.
