
„SPD hat ein Problem damit, wie sie mit Frauen umgeht“, sagt der Juso-Chef nach dem Esken-Aus
Die Welt
Der neue Koalitionsvertrag ist unterzeichnet – heute soll Merz zum Kanzler gewählt werden. Der Juso-Chef fordert einen Kulturwandel innerhalb der SPD. Und Dobrindt schließt dienstrechtliche Konsequenzen für Beamte mit AfD-Parteibuch aus. Alle Entwicklungen im Liveticker.
Der neue Koalitionsvertrag ist unterzeichnet – heute soll Merz zum Kanzler gewählt werden. Der Juso-Chef fordert einen Kulturwandel innerhalb der SPD. Und Dobrindt schließt dienstrechtliche Konsequenzen für Beamte mit AfD-Parteibuch aus. Alle Entwicklungen im Liveticker. Deutschland wird eine schwarz-rote Regierung bekommen. Als letzter Koalitionspartner hat die SPD ihre Ministerriege vorgestellt, kurz darauf unterzeichneten CDU, CSU und Sozialdemokraten den Koalitionsvertrag. Am Dienstag soll CDU-Chef Friedrich Merz zum Kanzler gewählt werden. Juso-Chef Philip Türmer hat die Art des Umgangs einiger SPD-Mitglieder mit Parteichefin Saskia Esken als „ungleiche Behandlung“ kritisiert. Der Umgang mit Esken zeige, „dass SPD-Frauen unter besonderer Belastung und besonderem Druck stehen“, sagte Türmer dem Nachrichtenportal web.de. „Einem Druck, den Männer so nicht zu befürchten haben.“ Dies sei eine „ungerechte, ungleiche Behandlung“. Aus Türmers Sicht braucht die SPD in diesem Zusammenhang einen „Kulturwandel“. Dieser fange damit an, „dass wir akzeptieren müssen: Die SPD hat ein Problem damit, wie sie mit Frauen in verantwortungsvollen Positionen umgeht“. Aus Türmers Sicht wäre es ein erster Schritt, „damit aufzuhören, Gemeinheiten über die Öffentlichkeit zu kommunizieren“. Auf die Frage, wie viel staatspolitische Verantwortung die SPD als Partei noch vertragen könne, antwortete Türmer: „Ich habe das Gefühl, im Regierungshandeln ist es immer schwieriger, sich als Partei eigenständig zu finden.“ Den Erneuerungsprozess müsse die SPD nun in einer Koalition mit Friedrich Merz leisten. Daran führe „kein Weg“ vorbei, auch „wenn es unglaublich schwer wird“. Es gebe dazu aber „keine Alternative“. „Sonst ist die SPD irgendwann Geschichte.“













