
„Kriminelle Vereinigung“? Hausdurchsuchungen bei Aktivisten von „Letzte Generation“
Die Welt
An mehreren Orten in Deutschland durchsuchen Polizisten Wohnungen von Klimaaktivisten. Es steht der Vorwurf im Raum, dass sie eine kriminelle Vereinigung gebildet hätten. Auslöser der Ermittlungen war offenbar eine Protestaktion an einer Pipeline.
Am Dienstagmorgen haben Polizisten elf Wohnungen von Aktivisten der Klimaprotestgruppe „Letzte Generation“ durchsucht. Die Ermittler beschlagnahmten Laptops, Handys und Plakate.
Wie WELT erfuhr, verantwortet die Staatsanwaltschaft Neuruppin die Ermittlungen federführend. Oberstaatsanwalt Cyrill Klement sagte, es würden verteilt über die Bundesrepublik Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichts Neuruppin vollstreckt. Unter den durchsuchten Objekten sind nach Angaben der „Letzten Generation“ Wohnungen in Bayern, Hessen, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern sowie nach Informationen von WELT in Brandenburg.

Wie viel Provokation hält die Demokratie aus? Peter Neumann, Professor für Sicherheitsstudien am King’s College in London, verteidigt im WELT-Interview auch radikale und unbequeme Meinungen – und erklärt, warum staatliche Verbote der falsche Weg sind, selbst wenn autoritäre Narrative gezielt gestreut werden.












