
„Er sollte auf keinen Fall ein Vorbild sein“
Süddeutsche Zeitung
Als „Oppenheimer“ hat er einen Oscar gewonnen, weltberühmt war er aber schon vorher geworden: als Tommy Shelby aus „Peaky Blinders“. Nun läuft der Film zur Serie auf Netflix an. Cillian Murphy über seine gewalttätigste Rolle, Kräuterzigaretten und wo er im Kino am liebsten sitzt.
Cillian Murphy sitzt im dunkelblauen Ensemble, zu edel für einen Pyjama, zu leger für einen Anzug, in einem Hotelzimmer am Potsdamer Platz. Am Abend feiert sein Film „Peaky Blinders – The Immortal Man“ in Berlin Premiere. Murphy spielt darin, wie in den sechs Staffeln der Serie „Peaky Blinders“, den Gangsterboss Thomas Shelby. Der kontrolliert mit seiner Familie Birmingham zwischen den zwei Weltkriegen durch Pferdewetten sowie Drogen- und Waffenschmuggel. Die Rolle spielt Murphy, der dieses Jahr 50 wird, seit er 35 Jahre alt ist. Zwischendurch hat er 2024 für seine Rolle als J. Robert Oppenheimer in Christopher Nolans gleichnamigem Film einen Oscar gewonnen. Wenn man etwas über ihn weiß, dann dass er Interviews nur sehr ungern gibt. Nun wirkt er höflich, aber auch leicht gelangweilt. Davon, dass am nächsten Tag auch ein irisches Filmfestival in Berlin läuft und eine Retrospektive seiner Filme gezeigt wird, weiß Murphy allerdings nichts.













