
„Biber kümmern sich um die verdammten anderen Tiere“
Süddeutsche Zeitung
Jim Jarmusch redet gern, sollte man meinen. Sein neuer Film „Father Mother Sister Brother“, mit dem er in Venedig den Goldenen Löwen gewann, besteht ganz aus Gesprächen von Familien untereinander. Zeit, mal zu quatschen – über Pilze, Telepathie und vegane Gangsterrapper.
Jim Jarmusch, ein Pionier des amerikanischen Independent-Kinos („Permanent Vacation“, „Down by Law“, „Coffee and Cigarettes“, „Only Lovers Left Alive“), dreht immer noch mit kleinen Budgets, kann sich inzwischen aber kaum retten vor Angeboten hochkarätiger Schauspieler. In „Father Mother Sister Brother“ spielen Cate Blanchett, Adam Driver, Charlotte Rampling, Vicky Krieps und, wie so oft bei ihm, Tom Waits mit. Jarmusch, wirr abstehendes graues Haar, schwarze Brille, schaltet sich zum Interview per Videocall aus einer eingelebt wirkenden Wohnung zu. Im Halbdunkel hinter ihm ist eine durchs Oberlicht angestrahlte Küchenzeile zu erkennen. Bücherstapel bedecken Tische und Abstellflächen.

Die Erziehung prägt Menschen ein Leben lang – kein Wunder, dass sich viele Eltern unsicher sind, ob sie zu streng oder zu großzügig sind. Der Psychologe Jakob Müller und die Psychologin Cécile Loetz erklären, wie man die Bedürfnisse seiner Kinder erfüllt, ohne die eigenen aus dem Blick zu verlieren.

Geboxt, verbrannt, angebrüllt: Mitarbeiter berühmter Köche berichten immer wieder von Brutalität bei der Arbeit – so wie nun aus dem Umfeld von »Noma«-Star René Redzepi. Wird sich die Branche nun verändern? Welchen Einfluss hat man als Gast? Ein Gespräch mit der Buchautorin Nora Bouazzouni, die das System von innen kennt.











