
Überfordern Habeck und die Grünen das Land, Herr Al-Wazir?
Die Welt
Der hessische Spitzenkandidat Tarek Al-Wazir warnt seine Grünen, nur das eigene Milieu anzusprechen. Im Streit über Öl- und Gasheizungen sieht er Fake News gegen seine Partei im Spiel. Zugleich stellt er klar: Die Grünen müssten die „Transformation“ jetzt sicherstellen.
WELT: Für 2023 hatten sich die Grünen viel vorgenommen. Aber es läuft nicht rund, im Berliner Roten Rathaus muss Ihre Partei sogar wohl wieder in die Opposition. In Frankfurt/Main schaffte es Manuela Rottmann nicht mal in die Stichwahl. Haben die Grünen den Zenit überschritten, Herr Al-Wazir?
Tarek Al-Wazir: Klar, Frankfurt war schmerzlich. Ansonsten teile ich Ihre Analyse nicht. Das ehemals rote Kassel bekommt höchstwahrscheinlich diesen Sonntag einen grünen Oberbürgermeister, dort hat der SPD-Amtsinhaber nach der ersten Wahlrunde aufgegeben. In Darmstadt steht Michael Kolmer als Erstplatzierter in der Stichwahl. Bei einem Sieg wäre er der erste grüne Oberbürgermeister bundesweit, der einem ebenfalls grünen OB nachfolgt. In Hessen stehen wir nach der jüngsten Umfrage bei 22 Prozent, vor der SPD. Krise sieht anders aus.

Ermittlungen, Abhörmaßnahmen, schwere Anschuldigungen: Der frühere BND-Präsident August Hanning sagt gegenüber WELT, dass er im Fall Christina Block zu Unrecht ins Visier der Justiz geraten sei. Er bestreitet die Beteiligung an einer Kindesentziehung oder deren Planung – und kritisiert seinerseits die Strafverfolger.

Trotz Unmuts in der AfD-Bundesspitze tritt die Landtagsabgeordnete Lena Kotré mit Rechtsextremist Martin Sellner auf. Aufforderungen aus ihrer Partei, sie habe allein das „Remigrationskonzept“ ihrer Partei zu vertreten, folgt sie nicht. Gegenüber früheren Äußerungen werden bei Sellner Widersprüche deutlich.











