
Zukunft von Kampfjet-Bau mit Frankreich weiter offen
n-tv
Eigentlich wollen Berlin und Paris gemeinsam einen hochmodernen Kampfjet entwickeln, der Teil des Luftkampfsystems FCAS sein soll. Doch Streitigkeiten der beteiligten Rüstungskonzerne gefährden das Projekt. Bald soll es Klarheit geben.
Eigentlich wollen Berlin und Paris gemeinsam einen hochmodernen Kampfjet entwickeln, der Teil des Luftkampfsystems FCAS sein soll. Doch Streitigkeiten der beteiligten Rüstungskonzerne gefährden das Projekt. Bald soll es Klarheit geben.
Als Luftkampfsystem der Zukunft gestartet, ist das deutsch-französische Rüstungsprojekt FCAS immer wieder verschoben worden. Jetzt erwartet die Bundesregierung nach Angaben eines Sprechers in den kommenden Wochen eine Entscheidung zur Zukunft des 100 Milliarden Euro schweren Vorhabens. Offen ist, ob tatsächlich noch ein Kampfjet gemeinsam mit Frankreich gebaut wird oder nur andere Komponenten wie Drohnen, Triebwerke oder Kommunikationssoftware.
Deutschland befinde sich zum FCAS-Kampfjetprojekt "derzeit in einem intensiven Dialog mit Frankreich", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer. "Und ich gehe davon aus, dass wir hier innerhalb der nächsten Wochen auch zu einer gemeinsamen Entscheidung kommen werden."
Ob es wie ursprünglich geplant einen gemeinsam mit Frankreich entwickelten hochmodernen Kampfjet geben wird, scheint angesichts der Streitigkeiten zwischen den beteiligten Rüstungskonzernen Dassault und Airbus inzwischen fraglich. Der Regierungssprecher verwies dabei auf Äußerungen von Kanzler Friedrich Merz von Ende Januar. Merz hatte damals gesagt, es werde "in jedem Falle gemeinsame Systeme" mit Frankreich geben. "Darüber, inwieweit wir auch gemeinsame Flugzeuge weiterentwickeln und bauen", würden mit Paris Gespräche geführt.
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius wollte das Projekt nicht bereits für tot erklären. "Also erstens leben Totgesagte bekanntlich länger", sagte er vor einem Treffen der EU-Verteidgungsminister in Brüssel. "Ob das hier zutrifft, werden die nächsten Tage sicherlich zeigen." Die Entscheidung liege zudem nun bei Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Beide nahmen an einem Industriegipfel im belgischen Antwerpen teil. Am Donnerstag sind sie dann bei einem informellen EU-Gipfel zu Wirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit.













