
Zentrale der französischen Linken erhält Bombendrohung
n-tv
Die politische Stimmung in Frankreich heizt sich weiter auf. Ein rechter Aktivist stirbt am Rande einer linken Veranstaltung. Konservative und Rechte machen die Linkspartei mitverantwortlich. Gegen den Sitz der Partei in Paris geht Tage später eine Bombendrohung ein.
Die politische Stimmung in Frankreich heizt sich weiter auf. Ein rechter Aktivist stirbt am Rande einer linken Veranstaltung. Konservative und Rechte machen die Linkspartei mitverantwortlich. Gegen den Sitz der Partei in Paris geht Tage später eine Bombendrohung ein.
Die nach dem gewaltsamen Tod eines rechten Aktivisten unter Druck geratene französische Linkspartei meldet eine Bombendrohung gegen ihre Zentrale in Paris. "Der nationale Sitz der Partei "La France Insoumise" wurde aufgrund einer Bombendrohung evakuiert", teilte der Koordinator der Linkspartei (LFI), Manuel Bompard, mit. Die Polizei sei vor Ort und alle Mitarbeiter und Aktivisten seien in Sicherheit. Beamte rückten demnach mit Hunden an, um der gemeldeten Bombendrohung nachzugehen.
Am Rande einer Wahlkampfveranstaltung der Linkspartei war vergangene Woche ein rechter Aktivist tödlich verletzt worden. Später war bekannt geworden, dass sich unter den festgenommenen Tatverdächtigen ein parlamentarischer Assistent eines LFI-Abgeordneten befand. Nun pochen andere Parteien auf Konsequenzen.
Die Regierungssprecherin verlangte einen vorübergehenden Rückzug des Abgeordneten, für den der Assistent gearbeitet hat. Das rechte Rassemblement National forderte seinen Rücktritt. Premierminister Sébastien Lecornu verlangte von der Linkspartei: "In ihren Reihen muss aufgeräumt werden. Und zwar schnell."
Der LFI-Abgeordnete Paul Vannier bezeichnete die Kritiker als "unverantwortliche Brandstifter". "All diejenigen, die aus politischer Niedertracht ihre Verleumdungen gegen LFI richten, (...) sind für die Welle der Gewalt verantwortlich, deren Opfer wir sind."













