
Zahl der kleinen Waffenscheine in MV erneut gestiegen
n-tv
Die Zahl der kleinen Waffenscheine ist im Nordosten erneut gestiegen. Die Gewerkschaft der Polizei blickt besorgt auf die Entwicklung. Eine andere Zahl im Zusammenhang mit Waffen sank hingegen.
Schwerin (dpa/mv) - Die Zahl der in Mecklenburg-Vorpommern registrierten kleinen Waffenscheine ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Ende 2023 wurden landesweit 14.145 Scheine erfasst, die zum Führen von Schreckschuss-, Reizstoff und Signalwaffen in der Öffentlichkeit berechtigen, wie das Innenministerium in Schwerin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Das waren demnach 850 mehr als ein Jahr zuvor. Diese Zahl ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. 2018 waren es den Angaben zufolge noch rund 9600 kleine Waffenscheine im Nordosten.
Laut Bundesverwaltungsamt dürfen Reizstoff- und Signalwaffen in der Öffentlichkeit mit einem kleinen Waffenschein nur verdeckt geführt werden, sodass sie von anderen Menschen nicht wahrgenommen werden können.
Die Gewerkschaft der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern (GdP) sieht die weitere Zunahme mit großer Sorge. Sie sehe die seit Jahren anhaltende Zunahme von kleinen Waffenscheinen als Indiz für die zunehmende Angst der Bevölkerung, dass der Staat ihren Schutz nicht mehr gewährleisten könne, teilte GdP-Landesvorsitzender Christian Schumacher auf Anfrage mit. "Es ist die Aufgabe des Staates, die Sicherheit der Bürger sicherzustellen. Das Vertrauen in die staatliche Ordnung kann man aber nur mit einer leistungsstarken Polizei erreichen."
