
Wirtschaftsdialog zwischen Strukturwandel und Nahost-Krieg
n-tv
Steigende Energiepreise, Strukturwandel und Wachstumsfelder: Auf der regionalpolitischen Jahrestagung geht es um die Zukunft der ostdeutschen Industrie. Dabei geraten auch globale Krisen in den Blick.
Steigende Energiepreise, Strukturwandel und Wachstumsfelder: Auf der regionalpolitischen Jahrestagung geht es um die Zukunft der ostdeutschen Industrie. Dabei geraten auch globale Krisen in den Blick.
Halle (dpa/sa) - Der Konflikt im Nahen Osten hat die regionalpolitische Jahrestagung des Bundeswirtschaftsministeriums in Halle geprägt und die Debatte über Energiepreise, Wettbewerbsfähigkeit und Strukturwandel überlagert. In ihrer Rede warnte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche vor neuen Unsicherheiten für die Konjunktur. Sie verwies auf die Straße von Hormus als zentrales Nadelöhr für die weltweiten Öl- und Gaslieferungen, über die ein erheblicher Teil der Exporte aus der Golfregion transportiert wird.
"Jetzt ist mit einem Preisaufschlag zu rechnen, aber tatsächlich nicht mit schweren Konsequenzen", sagte die CDU-Politikerin. Die Bundesregierung habe deshalb erneut eine Krisen-Taskforce eingesetzt, die die Lage auf den Energiemärkten fortlaufend beobachte. Für Deutschland sieht Reiche wegen der diversifizierten Lieferketten zwar keine Engpässe, steigende Preise könnten den erhofften wirtschaftlichen Aufschwung aber dämpfen.
Dass Energiepreise ein entscheidender Standortfaktor bleiben, zog sich durch viele Beiträge der Konferenz mit rund 600 Teilnehmern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.
IHK-Präsident Sascha Gläßer forderte mehr energiepolitische Souveränität und schnellere Entscheidungen beim Ausbau der Versorgung. Subventionierte Industriestrompreise könnten die Wirtschaft höchstens temporär entlasten.













