Wie sich Werder Bremen in die Krise manövriert hat
ZDF
Beim SV Werder ist das Abstiegsgespenst zurückgekehrt. Platz 17 und die Wut der Fans sind die Quittung für eine verfehlte Transferpolitik.
Bei Werder ist nach 13 Spielen ohne Sieg das Abstiegsgespenst zurückgekehrt. Platz 17 und die Wut der Fans sind vor allem die Quittung für eine verfehlte Transferpolitik. Vor fast genau zehn Jahren machte sie erstmals Schlagzeilen: die Green-White-Wonderwall, mit der die Fans von Werder Bremen ihre Mannschaft vor dem Stadion empfingen, um sie für den Abstiegskampf in der Fußball-Bundesliga zu pushen. Welch ein Kontrast dazu an diesem Sonntag, als ein Vorsänger der Werder-Fans den Spielern im Anschluss an die 1:2-Pleite auf St. Pauli deutlich machte, auf einen Gang vor den Gästeblock besser zu verzichten. Es sei gut gewesen, dass der Fan die Spieler weggeschickt habe, um eine Konfrontation zu vermeiden, sagte der frühere Werder-Spieler Nils Petersen, der als TV-Experte selbst am Millerntor vor Ort war, in der Sendung Bolzplatz. Angst trifft die Stimmungslage rund um den vierfachen Deutschen Meister derzeit am besten. Nicht nur das Abrutschen auf den Abstiegsplatz 17, sondern vor allem die erkennbare Hilflosigkeit beim Torabschluss lässt die Alarmglocken so stark läuten wie im Abstiegsjahr 2021. "Ich merke eine gewisse Ratlosigkeit", sagt Stadionsprecher und Moderator Arnd Zeigler im Bolzplatz, der die Grün-Weißen fast immer zumindest auf Augenhöhe mit dem Gegner sieht. Tatsächlich liegen die Bremer bei der Zahl der abgegebenen Torschüsse sogar auf Platz vier der Liga. Pro Torschuss folgen allerdings nur 0,07 Tore. Das ist der schlechteste Wert der Liga.













