Mertesacker zum Fall Özil: "Es gibt keine Gewinner"
ZDF
Eins ein gefeierter Star: Weggefährten und DFB-Verantwortliche schildern in einer ZDF-Doku Mesut Özils Aufstieg und Rückzug aus der Nationalelf.
Mesut Özil: gefeierter Star, kritisierte Figur. Weggefährten und DFB-Verantwortliche schildern in einer ZDF-Doku seinen Aufstieg und den Rückzug aus der Nationalelf. Er galt als Magier auf dem Fußballplatz, Publikumsliebling und Symbol für gelungene Integration - bis ein einziges Foto und öffentliche Empörung seine Karriere in der Nationalmannschaft beendeten. Mesut Özil zog sich zurück, verschwand fast aus der Wahrnehmung der Fans, selbst beim Wiedersehen der Weltmeister von 2014 blieb er fern. Die ZDF-Dokumentation "Mesut Özil - zu Gast bei Freunden" (ab 20. März im ZDF streamen) zeichnet seinen Weg nach - vom gefeierten Star zum Sündenbock - und beleuchtet, wie komplex, emotional und widersprüchlich Özils Geschichte wirklich ist. Auch Oliver Bierhoff, damals Sportdirektor des DFB, äußert nun Verständnis für den Rücktritt des Spielers und schildert, wie schwer dieser Schritt für alle Beteiligten war. "Es gibt keine Gewinner", sagt sein Ex-Teamkollege Per Mertesacker in der Doku. "Deutschland nicht, die Nationalmannschaft nicht, Mesut nicht. Alle haben irgendwie verloren." Die dreiteilige Doku verzichtet auf Schuldzuweisungen. Stattdessen zeichnet sie aus unterschiedlichen Perspektiven nach, wie Özil zunächst zur Symbolfigur gelungener Integration wurde - und später zum Sündenbock für den sportlichen Niedergang des deutschen Fußballs. Ausführlich äußern sich auch die damaligen DFB-Verantwortlichen zu den Vorgängen, nachdem Özil sich kurz vor der WM 2018 gemeinsam mit Ilkay Gündoğan neben dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan hatte fotografieren lassen.













