
Wie Medikamente bald vom Himmel fliegen könnten
n-tv
Mit dem Rezept zur Apotheke und von dort aus zum Patienten. Das machen heute oft Pflegekräfte oder Angehörige. In Zukunft könnte diese Aufgabe von moderner Technik übernommen werden.
Mit dem Rezept zur Apotheke und von dort aus zum Patienten. Das machen heute oft Pflegekräfte oder Angehörige. In Zukunft könnte diese Aufgabe von moderner Technik übernommen werden.
Dessau-Roßlau (dpa/sa) - Wer einen kranken Angehörigen hat, kennt das Problem womöglich: Es ist spät am Abend, Wochenende oder Feiertag und dennoch müssen schnell Medikamente her - etwa, um Schmerzen zu lindern. Vor allem in ländlichen Regionen kann das schwer bis unmöglich sein. Ein Forschungsprojekt will nun Abhilfe schaffen. Mit Medikamentenlieferungen per App, die wenig später vom Himmel fallen.
Schon seit 2019 beschäftigt sich das Berliner Unternehmen Labfly damit, wie Drohnen eingesetzt werden können, um Medikamente im Flug zu Patienten zu bringen. In Dessau konnten bislang 20 Patientinnen und Patienten aus der Luft heraus beliefert werden.
Die Vision von Labfly-Geschäftsführer Fischer ist, dass die Drohnen irgendwann auch zu Menschen nach Hause fliegen. Das ist bislang nicht möglich, denn wenn die Drohne kommt, muss sowohl an der Apotheke als auch beim Patienten geschultes Personal vor Ort sein. Momentan ist es also nur möglich, Medikamente zum Patienten zu fliegen, wenn die Kranken in Einrichtungen wie Pflegeheimen oder Hospizen leben.
Der Körper der Palli-Drohne wird von einem 3D-Drucker hergestellt. Die Drohne wiegt rund acht Kilogramm und trägt die maximal ein Kilo schwere Medikamentenlieferung im Bauch. Über dem Abwurfort schwebend öffnet sich ihr Korpus und das Päckchen fällt zu Boden.













