
Wie gefährlich ist der Tollwut-Fall im Rhein-Pfalz-Kreis?
n-tv
Deutschland gilt seit 2008 als frei von Tollwut. Nun sorgt ein eingeschleppter Fall für Aufsehen. Wurden die Papiere des Tieres gefälscht?
Deutschland gilt seit 2008 als frei von Tollwut. Nun sorgt ein eingeschleppter Fall für Aufsehen. Wurden die Papiere des Tieres gefälscht?
Mainz (dpa/lrs) - Affenpocken, Pest, Marburgfieber: Zahlreiche Krankheiten werden von Tieren auf Menschen übertragen. Tollwut ist ein bekanntes Beispiel für sogenannte Zoonosen. Der Biss etwa eines infizierten Straßenhundes im Urlaub, und schon kann eine Übertragung passieren. Rheinland-Pfalz gilt wie das übrige Deutschland seit 2008 als frei von Tollwut. Nun ist ein Fall bei einem Tier in Rheinland-Pfalz aufgetreten. Einige Fragen und Antworten dazu.
Im Rhein-Pfalz-Kreis ist der Verwaltung zufolge bei einem toten Hund aus Dannstadt-Schauernheim der Tollwut-Erreger nachgewiesen worden. Das ursprünglich aus Russland stammende Tier zeigte nach einer Operation Ende Januar Verhaltensauffälligkeiten und wurde in die Quarantänestation eines Tierheims in der Region gebracht. Dort starb es in der darauffolgenden Nacht.
Der Kreisverwaltung zufolge hat die Veterinärbehörde sämtliche Kontakte ermittelt und informiert. Eine Gefahr für weitere Tiere im Kreis bestehe derzeit nicht, heißt es. Das Tier war mit anderen Hunden und Katzen transportiert worden, die für Deutschland sowie Österreich, Schweiz, Belgien und Frankreich bestimmt waren. In das Zuständigkeitsgebiet der Kreis-Veterinärbehörde kamen aus diesem Transport demnach keine weiteren Tiere. Nach wie vor rate die Behörde Haltern von Hunden und Freigänger-Katzen zur Tollwutimpfung.
Über das Schnellwarnsystem des Bundes und der Länder wurden der Kreisverwaltung zufolge alle Veterinärämter informiert, in deren Zuständigkeitsgebiet die Tiere aus dem Transport gingen. Sowohl das Gesundheits- als auch das Veterinäramt informierten zudem sämtliche betroffenen Behörden, Einrichtungen sowie das Umweltministerium. Alle maßgeblichen Kontakte zu anderen Personen und Tieren seien ermittelt, bei Bedarf werde zu einer Tollwutimpfung geraten.













