
Wie gefährdet bin ich? – Hochwasser kann simuliert werden
n-tv
Wie zerstörerisch Wassermassen sein können, zeigte die Ahrflut 2021. Ein neues Portal soll in Rheinland-Pfalz noch mehr für die Risiken sensibilisieren und Kommunen und Bürgern ganz praktisch helfen.
Wie zerstörerisch Wassermassen sein können, zeigte die Ahrflut 2021. Ein neues Portal soll in Rheinland-Pfalz noch mehr für die Risiken sensibilisieren und Kommunen und Bürgern ganz praktisch helfen.
Mainz (dpa/lrs) - Den Ernstfall durchspielen: Auf einem nun für alle Bürgerinnen und Bürger freigeschalteten Portal für Rheinland-Pfalz können sich alle über das Hochwasserrisiko an frei wählbaren Orten schlaumachen. Der von Umweltministerin Katrin Eder (Grüne) in Mainz vorgestellte HydroZwilling Rheinland-Pfalz ermöglicht etwa den Blick auf das eigene Haus oder das Gebäude, in dem man arbeitet. Nutzer können kostenlos verschiedene Szenarien wählen und dreidimensional durchspielen.
Bei Eingabe einer Adresse wird in dem Programm eine Karte geöffnet, in die bis auf die Ebene einzelner Gebäude gezoomt werden kann. Es können unterschiedliche Szenarien ausgesucht werden, etwa ein extremes Starkregenereignis mit einer Regendauer von einer Stunde. In Rheinland-Pfalz entspricht das je nach Region einer Niederschlagsmenge von etwa 80 bis 94 Millimetern in einer Stunde.
Eine gelbe Linie zeigt das Areal an, aus dem Wasser bei einem solchen Ereignis in Richtung des ausgewählten Gebäudes fließen würde. Einsehbar sind die Fließrichtung oder Stellen, an denen sich Wasser staut sowie ein prognostizierter Wasserstand. Dächer von Gebäuden werden entsprechend der Gefährdung eingefärbt, Häuser mit roten Dächern haben das größte Risiko.
Ein Hauseigentümer kann etwa sehen, welches Kellerfenster gefährdet sein könnte, ob ein Luftschacht besser verlegt wird oder es an einigen Stellen besondere Fenster braucht. Auch lässt sich für die Gegend rund um die eigenen vier Wände oder den Arbeitsplatz dreidimensional anschauen, welche Straßen überflutet wären und wie stark. Das kann interessant sein, wenn man sich mit möglichen Fluchtwegen beschäftigt. Wo komme ich im Notfall eher noch mit dem Auto durch und wo eher nicht?













