
Wie der hessische Straßenbau mehr Tempo aufnehmen könnte
n-tv
Weniger Papierkram, konsequentes Recycling, 3D-Modelle: Rund ein halbes Jahr haben Experten beraten, wie die Bremsen beim Straßenbau gelöst werden können.
Weniger Papierkram, konsequentes Recycling, 3D-Modelle: Rund ein halbes Jahr haben Experten beraten, wie die Bremsen beim Straßenbau gelöst werden können.
Wiesbaden (dpa/lhe) - Was könnte den Straßenbau in Hessen ankurbeln? Dazu hat eine Expertenkommission nun in Wiesbaden Ideen und Vorschläge vorgelegt, die teils bereits umgesetzt wurden. Die Fachleute hatten sich speziell angeschaut, wie durch mehr Digitalisierung, einfachere Vergabeverfahren und Recycling das Bauen einfacher und ressourcenschonender werden kann. Es gehe darum, die "Lebensadern" des Landes besser zu ertüchtigen, sagte Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori (SPD). Dies sei von zentraler Bedeutung für die Wirtschaft.
Der Minister betonte, er begrüße es außerordentlich, dass sich die Kommission zunächst mit solchen Punkten beschäftigt habe, die sich unkompliziert und ohne große Gesetzesänderungen vereinfachen ließen. Aber man werde sich auch an die komplizierteren Themen herantrauen. Wirtschaftsstaatssekretärin Ines Fröhlich ergänzte, dass bei einigen Vorschlägen des Gremiums zunächst der Bund handeln müsse.
Der Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Hessen-Thüringen, Burkhard Siebert, sagte, dass künftig häufiger BIM-Anwendungen eingesetzt werden sollten. BIM steht für "Building Information Modeling". Mit dieser digitalen Methode wird ein Bauwerk zunächst als virtuelles 3D-Modell geplant, das alle Beteiligten einsehen können. Fehler könnten so früher erkannt werden, erläuterte Siebert.
Die Abteilungsleiterin Zentrale Dienste bei Hessen Mobil, Sylvia Hipfl-Träger, erklärte, dass Vergabeformulare gestrafft würden. Auf die Frage "Brauchen wir wirklich jede Zeile, jedes Formular?" habe das Gremium Papiere gefunden, die man weglassen könne. Hessen Mobil werde zudem mehr auf funktionale Ausschreibungen setzen, bei denen Planungsarbeiten und Bauleistungen zusammengeführt werden. Der Auftraggeber schreibe dabei nicht jedes Detail der Arbeiten vor, sondern es stehe die Frage im Mittelpunkt: "Was soll das Bauwerk können?"













