
Weltkriegsbombe in Dresden entschärft
n-tv
Ein defekter Zünder machte den Experten zu schaffen. Kurz nach 15 Uhr gibt der Sprengmeister grünes Licht. Gut 18.000 Menschen in Dresden dürfen nun in ihre Wohnungen zurück.
Ein defekter Zünder machte den Experten zu schaffen. Kurz nach 15 Uhr gibt der Sprengmeister grünes Licht. Gut 18.000 Menschen in Dresden dürfen nun in ihre Wohnungen zurück.
Dresden (dpa/sn) - Die Weltkriegsbombe in Dresden ist entschärft. Damit ist der Sperrkreis im Stadtzentrum aufgehoben und die 18.000 Betroffenen können zu ihren Wohnungen zurückkehren, wie die Polizei mitteilte.
Da der Zünder der 250 Kilogramm schweren britischen Fliegerbombe beschädigt war, setzte der Sprengmeister ein Spezialgerät - ein Wasserschneidgerät - ein. Um 15.10 Uhr habe der Sprengmeister dann grünes Licht gegeben, sagte Polizeisprecher Marko Laske. Nach und nach würden jetzt alle Sperrungen aufgehoben, hieß es.
Der Blindgänger war bei einer Kampfmittelsondierung am Neustädter Elbufer im Bereich der eingestürzten Carolabrücke gefunden worden, die zur Vorbereitung für den Neubau dient. Um die Fundstelle richtete die Polizei einen Sperrkreis mit einem Radius von 1.000 Metern ein.
18.000 Anwohner sowie Pendler und Touristen mussten den Bereich - der große Teile des Stadtzentrums umfasste - am Morgen verlassen. Es handelte sich laut Feuerwehr um die bisher größte Evakuierung in der sächsischen Landeshauptstadt. Im Sperrkreis lagen etwa Residenzschloss, Semperoper und Frauenkirche sowie mehrere Ministerien und der Landtag. Die Polizeidirektion musste ihren Standort vorübergehend verlegen. Auch Pflegeheime und Kindertagesstätten waren betroffen.













