
Was in Sachsen bei der Behörden-Digitalisierung wichtig wird
n-tv
Was passiert, wenn ausländische Gesetze Zugriff auf deutsche Behördendaten erlauben? Auch in Sachsen bringt diese Sorge vor Abhängigkeit einen Stein ins Rollen. Wie Anbieter profitieren wollen.
Was passiert, wenn ausländische Gesetze Zugriff auf deutsche Behördendaten erlauben? Auch in Sachsen bringt diese Sorge vor Abhängigkeit einen Stein ins Rollen. Wie Anbieter profitieren wollen.
Leipzig (dpa/sn) - Bauanträge, die wochenlang unbearbeitet bleiben, Unterlagen, die per Post nachgereicht werden müssen, Termine, die nur telefonisch zu bekommen sind: Die schleppende Digitalisierung deutscher Behörden ist für viele Bürgerinnen und Bürger Alltag. Gleichzeitig wächst in der Politik die Sorge, dass der Staat zu abhängig von ausländischen IT-Anbietern geworden ist.
Dabei geht es weniger um Hackerangriffe als um die Frage, ob ausländische Gesetze Zugriff auf staatliche Daten ermöglichen könnten. Beides zusammen sorgt nun für Tempo. Bund und Länder wollen verstärkt eigene digitale Infrastrukturen aufbauen - auch in Sachsen.
Ein sichtbares Zeichen dafür entsteht derzeit in Leipzig. Dort eröffnete die Delos Cloud GmbH, eine Tochter des deutschen Softwarekonzerns SAP, Ende Januar bereits ihr zweites Betriebszentrum für eine neue Cloud-Plattform der öffentlichen Verwaltung.
Aus dem sogenannten "Operations Center" wird der Betrieb der Systeme gesteuert, mit denen Behörden Software und Daten zentral über das Internet nutzen, statt sie auf eigenen Servern zu betreiben. Ein drittes Center ist nach Unternehmensangaben bereits in Planung.













