
"Was Cem Özdemir sagt, wird er niemals durchsetzen können"
n-tv
An diesem Wochenende wird es für die Union in Baden-Württemberg ernst. Die Grünen haben mit ihrem Spitzenkandidaten Cem Özdemir zuletzt stark aufgeholt. Doch Sven Schulze, Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt, traut Özdemir und den Grünen das Regieren nicht zu.
An diesem Wochenende wird es für die Union in Baden-Württemberg ernst. Die Grünen haben mit ihrem Spitzenkandidaten Cem Özdemir zuletzt stark aufgeholt. Doch Sven Schulze, Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt, traut Özdemir und den Grünen das Regieren nicht zu.
Kurz vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg liegen die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Manuel Hagel und die Grünen mit ihrem Spitzenkandidaten Cem Özdemir laut neuesten Umfragen gleichauf. Aber für Sven Schulze, Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt, ist der Fall klar: Er glaubt an einen Sieg der Union. "Erst mal kenne ich Manuel Hagel, und ich weiß, er wäre jetzt der Richtige für Baden-Württemberg", sagte der CDU-Politiker im Frühstart von ntv.
Die Automobilindustrie in Baden-Württemberg leide, deswegen brauche es einen klaren Kurs. "Das können die Grünen definitiv nicht. Mit denen kann man am Ende diese Industrie nicht retten", sagte Schulze, der im Herbst in Sachsen-Anhalt als Spitzenkandidat antritt. Er glaube nicht, dass Özdemir gewinnt, denn die Menschen hätten gesehen, "dass man mit den Grünen in dem wichtigsten Thema aller Themen, im Bereich Wirtschaft, nicht arbeiten kann", teilte Schulze aus.
Als Beispiel nannte Schulze die Abstimmung im Europaparlament über das Mercosur-Abkommen. Die europäischen Abgeordneten hatten Ende Januar mehrheitlich dafür gestimmt, das Freihandelsabkommen mit dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) zur rechtlichen Überprüfung vorzulegen. Brisant: Die deutschen Grünen stimmten gemeinsam mit Rechts- und Linksaußen-Parteien.
Dass Özdemir dieses Abstimmungsverhalten öffentlich kritisiert hat, spielt für Schulze keine Rolle. "Es sind seine Grünen gewesen", so Schulze, "das ist ja genau der Punkt, den wir in Baden-Württemberg haben: Das, was Cem Özdemir dort sagt, das wird er niemals durchsetzen können, weil er seine Partei nicht hinter sich hat."













