
Warnstreiks im Nahverkehr – Busse und Bahnen fallen aus
Süddeutsche Zeitung
Am frühen Morgen haben die Warnstreiks im Nahverkehr begonnen. Unzählige Busse und Bahnen stehen heute still – und vielerorts auch morgen. Eine Lösung des Tarifkonflikts scheint weit entfernt.
Bei Bussen und Bahnen im Nahverkehr gibt es seit den frühen Morgenstunden wegen Warnstreiks erhebliche Einschränkungen. Beim größten deutschen Nahverkehrsunternehmen, den Berliner Verkehrsbetrieben, werde seit 3 Uhr gestreikt, sagte ein Verdi-Vertreter der Nachrichtenagentur dpa. Die Gewerkschaft hat in fast allen Bundesländern zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Die Warnstreiks fangen je nach Betriebsstart in den einzelnen Städten zu unterschiedlichen Zeiten an.
In den allermeisten Regionen dürften an diesem Freitag durch den Ausstand kaum Busse, Tram- und U-Bahnen fahren. Vor allem Pendler und Kinder und Jugendliche auf dem Weg zur Schule müssen sich heute meist andere Möglichkeiten suchen, um rechtzeitig ans Ziel zu kommen. Einige Nahverkehrsunternehmen haben bereits Notfahrpläne angekündigt.
In Niedersachsen gilt noch bis Ende März eine Friedenspflicht, Arbeitskämpfe im ÖPNV sind dort bis dahin nicht möglich. Die Deutsche Bahn und damit auch die S-Bahnen sind ebenfalls nicht von dem Ausstand betroffen, da sich die Tarifrunde nicht auf den Konzern bezieht. Zudem haben sich Bahn und Lokführergewerkschaft GDL in der Nacht zum Freitag auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Mancherorts will die DB ihr S-Bahn-Angebot wegen der Warnstreiks ausweiten.
Ob es auch in Baden-Württemberg zu neuen Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr kommen wird, hatte Verdi bisher offengelassen. Laut Pressemitteilung wird sich das am Montag entscheiden.
In den meisten Regionen dauern die Warnstreiks laut den Verdi-Ankündigungen bis in die Nacht auf Sonntag. Mancherorts wurde schon am Donnerstag die Arbeit niedergelegt, auch am Sonntag könnten noch einige Nahverkehrsunternehmen von Ausständen betroffen sein.













