
Waffenverbotszone in Kaiserslautern soll kommen
n-tv
Gemeinsam mit der Polizei ist der Innenminister im Umfeld des Tatorts der tödlichen Messerattacke unterwegs - und kündigt Maßnahmen für mehr Sicherheit an. Bei einer Forderung bittet er um Geduld.
Gemeinsam mit der Polizei ist der Innenminister im Umfeld des Tatorts der tödlichen Messerattacke unterwegs - und kündigt Maßnahmen für mehr Sicherheit an. Bei einer Forderung bittet er um Geduld.
Kaiserslautern (dpa/lrs) - Nach der tödlichen Messerattacke in Kaiserslautern soll im Zentrum der pfälzischen Stadt eine Waffenverbotszone kommen. Innenminister Michael Ebling (SPD) kündigte nach einem Rundgang durch die Innenstadt an, eine entsprechende Rechtsverordnung auf den Weg zu bringen. Die Zone werde sich um ein zentrales Einkaufszentrum erstrecken. Details würden noch mit der Kommune und der Polizei vor Ort besprochen.
In direkter Nachbarschaft des Einkaufszentrums hatte am vergangenen Samstagabend ein junger Mann zwei Personen mit einem Messer attackiert. Eines der Opfer, ein 22-Jähriger, starb später an seinen Verletzungen, ein 20-Jähriger wurde schwer verletzt. Ein tatverdächtiger 18-Jähriger sitzt in Untersuchungshaft.
Die Tat sei für Rheinland-Pfalz außerordentlich ungewöhnlich, sagte der Innenminister. Als Konsequenz werde die Polizeipräsenz in dem Gebiet weiter erhöht. Bis die Waffenverbotszone kommt, werde es voraussichtlich rund drei Monate dauern. Mit Blick auf Messer, die dort künftig tabu sein sollen, werde sich die Verordnung an den Vorgaben des Waffengesetzes orientieren, erklärte Ebling.
Mit der Einrichtung einer solchen Zone würden Kontrollen ohne konkreten Anlass erleichtert und mehr Sanktionsmöglichkeiten geschaffen, sagte der SPD-Politiker. Damit solle auch ein klares Signal gesendet werden, dass Waffen im öffentlichen Raum nichts zu suchen hätten.













