
Wölfin nach Schafsrissen im Kreis Cuxhaven abgeschossen
n-tv
Nach mehreren Nutztierrissen ist im Landkreis Cuxhaven eine Wölfin abgeschossen worden. Aber handelt es sich auch um das Tier, das für die Übergriffe verantwortlich ist?
Nach mehreren Nutztierrissen ist im Landkreis Cuxhaven eine Wölfin abgeschossen worden. Aber handelt es sich auch um das Tier, das für die Übergriffe verantwortlich ist?
Cuxhaven (dpa/lni) - Nach mehreren Übergriffen auf Nutztiere ist im Landkreis Cuxhaven eine Wölfin abgeschossen worden, die für die Risse mitverantwortlich sein soll. Für die Entnahme des Tieres, wie es in der Verwaltungssprache heißt, lag seit paar Tagen eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung vor, wie Landkreis und Umweltministerium gemeinsam mitteilten. Wo und wann genau der Abschuss erfolgte, dazu gab es keine Angaben.
Wölfe stehen unter Naturschutz und dürfen nur mit einer behördlichen Ausnahmegenehmigung unter strengen Voraussetzungen geschossen werden.
"Diese Wölfin ist für den maßgeblichen Teil der Nutztierrisse in den letzten Tagen und Wochen verantwortlich", sagte Cuxhavens Landrat Thorsten Krüger in einer Mitteilung. "Richtlinienkonforme Zäune und Herdenschutzhunde stellten für Weidetiere keinen hinreichenden Schutz mehr dar. Daher haben wir uns für die letale Entnahme dieser Fähe entschieden", sagte der SPD-Politiker.
Die Wölfin soll auch für einen größeren Übergriff Mitte Februar in der Gemeinde Stinstedt verantwortlich sein. Dabei hatte ein Wolfsrudel nach Angaben der Landwirtschaftskammer eine Herde von rund 100 Schafen von ihrer Weide über mehrere Kilometer hinweg gejagt und mehrere Tiere getötet. Die Herde war mit einem wolfsabweisenden Grundschutz gesichert.













