
Wählerwanderung: AfD aktiviert Nichtwähler und wildert Stimmen bei der SPD
n-tv
In fünf Jahren kann sich viel ändern: die politische Ausrichtung einer Partei etwa, aber auch das Wahlverhalten. Zehntausende Wähler geben ihre Stimme bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz anderen Kandidaten als noch 2021. Ein Blick auf die Daten.
In fünf Jahren kann sich viel ändern: die politische Ausrichtung einer Partei etwa, aber auch das Wahlverhalten. Zehntausende Wähler geben ihre Stimme bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz anderen Kandidaten als noch 2021. Ein Blick auf die Daten.
Die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz endet wohl mit einem gar nicht so knappen Sieg für die CDU, wie die letzten Umfragen abgezeichnet hatten. Die Union hat doppelt Glück: Sie sammelt viele neue Wähler ein, während sie nur einen geringen Teil abgibt. Das zeigen Daten, die das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap bei Wählernachbefragungen erhob.
Demnach ergatterte die CDU satte 81.000 Stimmen vom größten Konkurrenten, der SPD. Weitere 32.000 Stimmen bekam Spitzenkandidat Gordon Schnieder, der Bruder von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, von Menschen, die bei der vorigen Landtagswahl in Rheinland-Pfalz nicht gewählt hatten. Fast genauso viele, 30.000 nämlich, gaben ihre Stimme zuvor der FDP, 11.000 den Freien Wählern und 8000 den Grünen. 3000 waren 2021 noch Linken-Wähler, die sich jetzt für die CDU entschieden. Die Union verlor zugleich 36.000 Wähler an die AfD.
Die Alternative für Deutschland verlor der Erhebung zufolge keine Wähler. Sie erreichte jedoch mit insgesamt 189.000 Stimmen die meisten neuen Wähler. 83.000 waren zuvor Nichtwähler, zudem konnte die AfD 31.000 bisherige SPD-Wähler von sich überzeugen. 10.000 Stimmen kamen von bisherigen Freie-Wähler-Anhängern, 8000 von FDP-Wählern und 5000 Kreuze auf den Stimmzetteln von Personen, die 2021 die Grünen wählten.
Bündnis 90/Die Grünen erhielt in diesem Jahr keine Stimmen von Menschen, die sich 2021 noch anders entschieden hatten. Bisherige Grünen-Wähler wanderten jedoch nicht nur an die CDU oder AfD ab, sondern auch an die Linke (8000) sowie die SPD (14.000).













