
FDP erlebt nächsten "bitteren Abend"
n-tv
Für die FDP läuft es seit dem Ampel-Aus auf Bundesebene nicht gut. Vor zwei Wochen fliegen sie in Baden-Württemberg aus dem Landtag, jetzt in Rheinland-Pfalz. Strack-Zimmermann sieht "Monate ohne erkennbare Strategie", Wissing nennt die "libertäre Ausrichtung gescheitert".
Für die FDP läuft es seit dem Ampel-Aus auf Bundesebene nicht gut. Vor zwei Wochen fliegen sie in Baden-Württemberg aus dem Landtag, jetzt in Rheinland-Pfalz. Strack-Zimmermann sieht "Monate ohne erkennbare Strategie", Wissing nennt die "libertäre Ausrichtung gescheitert".
Der Auflösungsprozess der FDP setzt sich fort. Die Liberalen sind in Rheinland-Pfalz erneut an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert, und mit gerade einmal rund zwei Prozent sogar extrem deutlich. Sie fliegen dort nicht nur aus dem Parlament, sondern auch aus der Regierung. Künftig werden sie damit nur noch in 6 von 16 Landtagen vertreten sein und nur noch in einem Land mitregieren - in Sachsen-Anhalt. Dort wird allerdings im September gewählt und die Liberalen könnten dann ganz aus der Regierungsverantwortung verschwinden.
Die Vorsitzende und Spitzenkandidatin der FDP Rheinland-Pfalz, Daniela Schmitt, sprach auf der Wahlparty der Liberalen von einem "bitteren Abend". Sie habe sich ein anderes Ergebnis erhofft. Zu ihrer eigenen Zukunft sagte Schmitt in der ARD: "Ich trage als Vorsitzende und Spitzenkandidatin die Verantwortung." Die Partei werde nun in den Gremien weitere Schritte beraten. Sie wolle am Montag einen Vorschlag unterbreiten.
FDP-Generalsekretärin Nicole Büttner zeigte sich enttäuscht über das Abschneiden ihrer Partei. "Wir haben gekämpft", sagte Büttner in einer kurzen Erklärung in der FDP-Bundesgeschäftsstelle in Berlin. "Fakt ist aber, wir haben verloren." Büttner sagte, es tue ihr für Rheinland-Pfalz leid, dass das Land nun wie der Bund eine "Weiter so"-Konstellation bekomme. Die Freien Demokraten stünden für alle, die in Deutschland etwas bewegen wollten. "Es liegt an uns, unsere Stimme klarer, stärker und leidenschaftlicher zu erheben", sagte sie weiter.
FDP-Präsidiumsmitglied Marie-Agnes Strack-Zimmermann nannte falsche strategische Entscheidungen als Ursache für das desaströse Abschneiden. "Nach Monaten ohne erkennbare Strategie fehlt vielen die Zuversicht, dass sich etwas zum Besseren ändert", sagte sie dem "Tagesspiegel".













