
Viele Tote in Gaza nach Waffenruhe-Verstößen
n-tv
Israelische Angriffe in Gaza töten nach Angaben der örtlichen Gesundheitsbehörde Dutzende Menschen. Die Evakuierungen über den Grenzübergang Rafah gestalten sich unter den Umständen kompliziert. Zehntausende Verletzte warten weiterhin auf ihre Ausreise.
Israelische Angriffe in Gaza töten nach Angaben der örtlichen Gesundheitsbehörde Dutzende Menschen. Die Evakuierungen über den Grenzübergang Rafah gestalten sich unter den Umständen kompliziert. Zehntausende Verletzte warten weiterhin auf ihre Ausreise.
Im Gazastreifen sind nach Angaben der örtlichen Behörden bei einer Reihe von israelischen Angriffen mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen, darunter 4 Kinder. Die israelische Armee erklärte, sie habe "präzise Angriffe" ausgeführt, nachdem zuvor "Terroristen das Feuer" auf israelische Soldaten eröffnet hätten. Dabei sei ein Reservist schwer verletzt worden. Laut der "Times of Israel" trafen die Attacken ein Zeltlager im Gebiet Al-Mawasi bei Chan Junis, in dem Vertriebene leben.
Die Evakuierung von Patienten aus dem Gazastreifen gestaltet sich derweil schwierig. Ein Sprecher des Roten Halbmonds sagte, Patienten seien am Morgen zur Vorbereitung auf ihre Behandlung außerhalb des Gazastreifens in ein Krankenhaus in Chan Junis eingeliefert worden. Dort hätten sie dann aber erfahren, dass Israel ihre Evakuierung über den Grenzübergang Rafah verschoben habe.
Die israelische Behörde COGAT, die den Zugang zum Gazastreifen kontrolliert, erklärte jedoch in einer Stellungnahme, dass der Grenzübergang Rafah offen bleibe. Man habe aber noch nicht die notwendigen Koordinierungsdetails von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erhalten, um die Verlegung zu ermöglichen. Die WHO reagierte bislang nicht auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters nach einer Stellungnahme.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) warten im Gazastreifen aktuell noch rund 18.500 Patienten auf eine Ausreise, darunter rund 4.000 Minderjährige. Die Menschen im Gazastreifen können angesichts der Zerstörung von Krankenhäusern vor Ort nicht ausreichend versorgt werden. Es handelt sich sowohl um Menschen mit Verletzungen, die sie im Krieg erlitten haben, als auch um chronisch Kranke und Krebspatienten.













