
Vergeltungsschläge des Iran folgen einem "Dreiklang"
n-tv
Der Iran antwortet schnell und flächendeckend auf die Angriffe Israels und der USA. Dabei setze er auf eine "etablierte Doktrin" mit drei Aspekten, sagt Oberst Reisner. Zur Abwehr der iranischen Schläge würden wiederum vorrangig drei US-Systeme eingesetzt - denen aber bald die Munition ausgehe.
Der Iran antwortet schnell und flächendeckend auf die Angriffe Israels und der USA. Dabei setze er auf eine "etablierte Doktrin" mit drei Aspekten, sagt Oberst Reisner. Zur Abwehr der iranischen Schläge würden wiederum vorrangig drei US-Systeme eingesetzt - denen aber bald die Munition ausgehe.
Die USA und Israel greifen den Iran seit Samstag im ganzen Land an. Durch urch seine Vergeltungsschläge demonstriere der Iran seine militärische Potenz, sagt Oberst Markus Reisner vom Österreichischen Bundesheer ntv.de. Mit dem schnellen Abschuss von Raketen auf Israel und den Attacken auf militärische US-Stützpunkte in den Golfstaaten verfolge das Regime in Teheran ein klares Ziel: "zu signalisieren, dass der Iran trotz der Verluste in der Führung weiterhin in der Lage ist, Schaden anzurichten." Die schnelle Reaktion des Iran deute auf eine lange Vorbereitung hin.
Reisner erkennt in den iranischen Gegenangriffen einen "Dreiklang". Erstens nutze Teheran ballistische Raketen für weitreichende, wirkungsvolle Angriffe auf US-Stützpunkte und Infrastruktur. Zweitens würden Drohnen vom Typ Shahed massenhaft für eine flächendeckende Bekämpfung eingesetzt, die psychologisch eine abschreckende Wirkung erziele und die Abfangmaßnahmen der Luftverteidigung erschwere. Drittens attackiere der Iran gezielt mehrere Länder zur gleichen Zeit, um die regionale Verteidigung zu überwältigen und die strategische Reichweite seiner Waffen zu demonstrieren.
Die Vorgehensweise sei typisch - und spiegele "die etablierte Doktrin des Iran wider, kostengünstige Massenwaffen wie Drohnen mit hochwirksamen ballistischen Raketen zu kombinieren, um mehrschichtige Luftabwehrsysteme zu überlasten", sagt Reisner. Auf die iranischen Vergeltungsschläge wiederum reagieren die USA, Israel und die betroffenen Golf-Staaten mit Aktivierungen dieser Luftabwehrsysteme, die meist aus US-Produktion stammen.
Die Schichten bestehen laut Reisner einerseits aus Patriot MIM-104 Luftabwehrbatterien zur Abwehr iranischer Raketen, die auf US-Stützpunkte abgefeuert werden. Andererseits werde das US-System "Terminal High Altitude Area Defense" zur Abwehr von ballistischen Mittelstreckenraketen eingesetzt. Zudem würden mit den sogenannten "Standard Missile Interceptors" seegestützte Abfangraketen der US-Marine von Schiffen aus gestartet, um anfliegende Raketen zu zerstören. Der Bestand der an Flugabwehrraketen reicht Israel und seinen Verbündeten laut Experten für zehn bis vierzehn Tage.













