
Unfallflucht auf Pisten – Skifahrer bleiben oft unerkannt
n-tv
Crash auf der Skipiste – und der andere fährt einfach weiter? Warum Fahndungen nach Unfallfahrern oft im Sande verlaufen und welche Strafen drohen.
Crash auf der Skipiste – und der andere fährt einfach weiter? Warum Fahndungen nach Unfallfahrern oft im Sande verlaufen und welche Strafen drohen.
Garmisch-Partenkirchen/Innsbruck (dpa/lby) - Die Kurve nicht gekriegt. Zusammenstoß. "Entschuldigung! Alles ok?" Und weiter geht’s. So enden viele Kollisionen von Wintersportlern auf Pisten. Meistens geht es ja glimpflich aus. Doch in manchen Fällen gibt es Verletzungen – und trotzdem fährt der Unfallpartner einfach weiter. Unfallflucht auf Skipisten beschäftigt immer wieder die Alpinpolizei.
Der Ermittlungsaufwand ist hoch – die Aufklärungsrate eher niedrig. In der vergangenen Saison zählten die Beamten in den Skigebieten in Oberbayern von Berchtesgaden bis Garmisch-Partenkirchen 96 Unfälle mit Fremdverschulden. In elf Fällen fuhren die Unfallverursacher einfach davon, wie Leonhard Habersetzer, Leiter der Alpinen Einsatzgruppe West bei der Grenzpolizeiinspektion Murnau, berichtet.
Die allermeisten blieben unerkannt – nur in drei oder vier Fällen seien die Unfallfahrer ermittelt worden. Vieles sei auch Dunkelfeld: Oft komme ein solcher Unfall gar nicht zur Anzeige, die Betroffenen gingen einfach zum Arzt.
Doch Unfallflucht ist auch auf der Piste kein Kavaliersdelikt. Je nach Fall können Strafverfahren drohen, etwa wegen fahrlässiger Körperverletzung, unter Umständen auch wegen unterlassener Hilfeleistung.













