
Trump führt einen "Es reicht mir jetzt"-Krieg gegen Iran
n-tv
Im Nahen Osten fährt US-Präsident Trump an der Seite Israels Angriffe gegen den Iran - aus der Luft. Die Vorgeschichte birgt einige Ironie. Der Ausgang des Ganzen? Damit möchte Trump derzeit nichts zu tun haben.
Im Nahen Osten fährt US-Präsident Trump an der Seite Israels Angriffe gegen den Iran - aus der Luft. Die Vorgeschichte birgt einige Ironie. Der Ausgang des Ganzen? Damit möchte Trump derzeit nichts zu tun haben.
Wenn es möglich gewesen wäre, hätte Donald Trump wohl schon früher im Iran angegriffen. Aber es hat gedauert. Die Flotte der US-Marine war bis Anfang Januar in der Karibik damit beschäftigt, die Entführung von Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro vorzubereiten und durchzuführen. "Hilfe ist auf dem Weg", sagte der US-Präsident bereits am 13. Januar in Richtung der Demonstranten in der Islamischen Republik, die deren Widerstand gegen die Machthaber mit aller Gewalt brach.
Der Nahe Osten mit dem Iran und seinen Terrorgruppen auf der einen und Israel mit den Verbündeten der USA auf der anderen ist seit fast einem halben Jahrhundert ein Pulverfass. In seiner vorab aufgezeichneten Videobotschaft nannte Trump nicht den einen akuten Grund für die gemeinsamen Luftschläge gegen Israels Erzfeind. "Wir werden sicherstellen, dass sie nie wieder die Region destabilisieren." So lautet Trumps vage Zielvorgabe. Heißt: Genug herumgeeiert, es reicht mir jetzt.
Seit 2002, als das Atomprogramm der Islamischen Republik bekannt wurde, lag Feuer an der Lunte. Die Frage war und ist, wie es gelöscht werden kann, ohne dass der Funke auf die Region überspringt. Trump und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu haben sich für offenen Krieg entschieden. Der US-Präsident hat vollkommen recht, wenn er sagt, kein US-Präsident vor ihm habe gewagt, was er nun anordnete: Bombt das Militär der Mullahs in Stücke. Ob sie das Pulverfass so zerschlagen können? Das Risiko ist enorm. Aber es könnte sich auszahlen.
Israel nutzt derweil die Gunst der Stunde: Solange Trump unverbrüchlich an seiner Seite steht, versucht das Land unter Führung Netanjahus sich seiner Feinde zu entledigen. In Gaza, im Libanon, nun im Iran. Im Juni vergangenen Jahres bombardierten die USA auf Bitten Israels bereits gezielt die Atomanlagen in der Islamischen Republik, Trump verkündete deren "totale Vernichtung"; was den Iran daran hindern würde, eine Atombombe zu entwickeln. Das ist die ultimative Angst der Vereinigten Staaten, Israels und auch Europas: Die kombinierte Bedrohung aus der Bombe und Raketen, die den Westen in nukleare Geiselhaft nehmen könnte.













