
Trump drängt zu internationaler Flotte in Straße von Hormus
n-tv
Zwei Wochen nach Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran setzt US-Präsident Donald Trump seine Hoffnungen, was die Absicherung der Straße von Hormus angeht, auf eine internationale Koalition. Die europäischen Positionen hierzu unterscheiden sich bisher.
Zwei Wochen nach Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran setzt US-Präsident Donald Trump seine Hoffnungen, was die Absicherung der Straße von Hormus angeht, auf eine internationale Koalition. Die europäischen Positionen hierzu unterscheiden sich bisher.
US-Präsident Donald Trump will die militärische Absicherung der Straße von Hormus auf mehrere Schultern einer internationalen Koalition verteilen. "Viele Länder, insbesondere jene, die von Irans versuchter Blockade der Straße von Hormus betroffen sind, werden gemeinsam mit den Vereinigten Staaten von Amerika Kriegsschiffe entsenden, um die Straße offen und sicher zu halten", schreibt er auf "Truth Social" - ohne jedoch Details zu nennen. "Hoffentlich", fügt er hinzu, "werden China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien und andere, die von dieser künstlichen Blockade betroffen sind, Schiffe in die Region entsenden, damit die Straße von Hormus keine Bedrohung mehr durch eine Nation darstellt, die völlig entmachtet wurde."
Inwieweit sich Trump bereits mit anderen Ländern abgesprochen oder gar geeinigt hat, ist unklar. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte bereits Anfang der Woche erklärt, dass eine internationale Mission die vom Iran gesperrte Straße von Hormus absichern soll. Diese werde "rein defensiv sein", sagte Macron bei einem Solidaritätsbesuch in Zypern. Auch die G7-Staaten, zu denen Deutschland gehört, hatte militärische Eskorten jüngst in Aussicht gestellt. Davor hatte es zwischenzeitlich Aussagen der US-Regierung gegeben, die nahelegten, das eigene Militär würde Öltanker schützen und die Passage ermöglichen. Diese Berichten konkretisierten sich später jedoch nicht.
Bundeskanzler Friedrich Merz sah zumindest jüngst noch keinen Anlass für einen solchen internationalen Militäreinsatz. Der CDU-Chef kritisierte bei seinem Besuch in Norwegen, dass weiterhin keine Strategie erkennbar sei, wie der Krieg der USA und Israels gegen den Iran zu Ende gebracht werden solle. "Die Fragen sind ja auch nicht wirklich beantwortet. Im Augenblick gibt es aus meiner Sicht deswegen auch keine Veranlassung, über eine militärische Absicherung der Seewege nachzudenken", sagte Merz auf die Frage nach seiner Haltung zu einer solchen Mission und einer möglichen deutschen Beteiligung. Der Verband Deutscher Reeder zeigte sich in der Folge enttäuscht von Merz' klarer Absage.
Einige europäische Länder haben bereits Schiffe zumindest vermehrt ins Mittelmeer und in Richtung von Zypern geschickt, wo zu Beginn des Monats eine Drohne iranischer Bauart in einem britischen Stützpunkt eingeschlagen war. Jüngst schloss sich Italien mit einer Fregatte mit mehr als 160 Soldaten an Bord zum Schutz des EU-Partnerlands an. Das Schiff namens "Federico Martinengo" ist in den Gewässern rund um die Mittelmeerinsel nunmehr einsatzbereit, wie das Verteidigungsministerium kürzlich mitteilte. Die Fregatte hat sich einer multinationalen Gruppe angeschlossen, die von Frankreich mit dem Flugzeugträger "Charles De Gaulle" geleitet wird.













