
Teure Kriegsführung: Russlands Wirtschaft gerät ins Wanken
ProSieben
Westliche Sanktionen, ein angeschlagener Ölsektor und eine heimliche Inflation weit über den offiziellen Zahlen setzen Russland stark zu. In nur wenigen Monaten könnte die Krise voll durchschlagen.
Russlands Wirtschaft gerät offenbar zunehmend unter Druck. Sanktionen des Westens, ein vergleichsweise niedriger Ölpreis sowie ukrainische Angriffe auf Förder- und Infrastruktur treffen den Kern von Moskaus Einnahmequelle. Zusätzlich belasten US-Maßnahmen gegen die Energieriesen Rosneft und Lukoil die russische Wirtschaft. Für den Kreml ist das schon jetzt mehr als ein Warnsignal – es wird zur massiven Belastung für den Staatshaushalt. Doch die eigentliche Zerreißprobe könnte noch bevorstehen. Einer der wichtigsten Abnehmer russischen Öls, Indien, steht unter erheblichem Druck aus Washington. US-Präsident Donald Trump drängt Neu-Delhi demnach dazu, kein russisches Öl mehr zu importieren. Gleichzeitig erwägt die EU laut einem Bericht der Washington Post, im Rahmen ihres 20. Sanktionspakets ein umfassendes maritimes Dienstleistungsverbot zu verhängen – betroffen wären etwa Versicherungen für Schiffe, die russisches Öl transportieren. Darüber hinaus soll der russischen Schattenflotte der Zugang zum Mittelmeer verboten werden. Für Moskau wäre das ein weiterer tiefer Einschnitt in die Exportmöglichkeiten.













