
Stellen und Studienfächer fallen weg - wie die Unis sparen
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Hessens Unis müssen wegen des Hochschulpakts den Gürtel enger schnallen: Stellen fallen weg, Institute werden teils geschlossen oder verkleinert. Was der Sparzwang für die Betroffenen bedeutet.
Hessens Unis müssen wegen des Hochschulpakts den Gürtel enger schnallen: Stellen fallen weg, Institute werden teils geschlossen oder verkleinert. Was der Sparzwang für die Betroffenen bedeutet.
Frankfurt/Marburg/Gießen/Darmstadt/Kassel (dpa/lhe) - Bei Hessens Universitäten und Hochschulen regiert der Rotstift. Stellen werden gestrichen oder vorerst nicht mehr nachbesetzt, Projekte laufen aus, und die Hochschulen tasten ihre Rücklagen an. Hintergrund ist der Hochschulpakt für die Jahre bis 2031, der Unis und Hochschulen zum Sparen zwingt. Macht sich das in der Forschung und Lehre bemerkbar? Und bleiben Hessens Unis trotz angespannter Finanzsituation im Rennen um vielversprechende Nachwuchstalente und Drittmittel auch künftig wettbewerbsfähig?
Wegen der Sparzwänge plant die Universität Kassel nach Angaben eines Sprechers, in den kommenden Jahren unter anderem auf bis zu 30 Professuren zu verzichten. Trotzdem betonte der Sprecher: "Der Erhalt der Funktionsfähigkeit, einer guten Betreuungsrelation und Studienqualität und der wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit der Universität Kassel haben oberste Priorität."
Auch in Verwaltung und zentralen Einrichtungen werde gespart. Zudem verzichte die Universität beispielsweise auf ein Gebäudesanierungsprojekt, eine große Anmietung und spare an Sachausgaben. "Die Universität Kassel ist durch den Hochschulpakt 2026 bis 2031 zu Maßnahmen gezwungen, die wir kritisch sehen", erklärte der Sprecher. "Wir halten es für falsch, an Wissenschaft und Hochschulbildung zu sparen." Unter den gegebenen Bedingungen seien jedoch an der Uni Kassel, wie an allen hessischen Hochschulen, Einsparungen unausweichlich.
Um 141 Millionen Euro muss die Marburger Philipps-Universität ihre Ausgaben bis 2031 kürzen. Dafür setzt die Uni auf eine Vier-Punkte-Strategie, wie Uni-Präsident Thomas Nauss bekräftigt: Entnahme aus Rücklagen, die Streichung von 100 Dauerstellen in zentralen Bereichen, eine verzögerte Nachbesetzung von Stellen in Fachbereichen und wissenschaftlichen Zentren gehören dazu. Zudem wird weitgehend auf den Inflationsausgleich verzichtet.













