
Stechen für die Kunst: Tattoostudio im Museum
n-tv
Im LWL-Museum lassen sich Besucher Tattoos stechen – und werden so Teil eines internationalen Kunstprojekts. Bereits 2017 hatte das Projekt viele Menschen fasziniert.
Im LWL-Museum lassen sich Besucher Tattoos stechen – und werden so Teil eines internationalen Kunstprojekts. Bereits 2017 hatte das Projekt viele Menschen fasziniert.
Münster (dpa/lnw) - Sich stechen lassen für die Kunst? Und mit seinem Tattoo Teil eines weltweiten Kulturprojektes sein? Dieser Gedanke fasziniert noch immer zahlreiche Menschen. Fast zehn Jahre nach der Installation "Not Quite Under_Ground" des US-Künstlers Michael Smith bei den Skulptur Projekten 2017 in Münster haben sich am Freitagabend im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster erneut zahlreiche Menschen ein Tattoo stechen lassen.
2017 bildeten sich lange Schlange vor dem temporären Studio in der Münsteraner Innenstadt. Jetzt schauen Museumsbesucher interessiert zu, wie Menschen wie Udo Weitekemper aus Korbach in Hessen sich die berühmten Billard-Kugeln vom Aasee in Münster auf die Haut tätowieren lässt. Das Kunstwerk von Claes Oldenburg mit dem Titel "Giant Pool Balls" war Teil der ersten Skulptur Projekte im Jahr 1977.
Weitekemper ist in Sachen Tattoos schon erfahren. In Münster bekommt er nach vorheriger Terminvereinbarung sein siebtes Werk auf die Haut. Bereits 2017 war er in Münster dabei, damals war er auch in dem originalen Tattoostudio von Michael Smith. Aber weil der Andrang damals so groß war, zog er ohne bleibendes Andenken wieder ab.
Ingeborg Horter aus Porta Westfalica in Ostwestfalen war 2017 ebenfalls bereits kurz davor, sich ein Tattoo stechen zu lassen. Damals hatte die heute 77-Jährige aber kurz vor dem ersten Nadelstich Angst bekommen, erzählte sie am Freitagabend der Deutschen Presse-Agentur. Jetzt hat Tochter Melanie die Biologin ins Museum gebracht. Fast zehn Jahre später bekommt sie ihr erstes Werk unter die Haut gestochen und muss auf die Zähne beißen, als Tattoo-Künstlerin Elli ihr oberhalb des Knöchels einen Schmetterling verpasst.













