
Sprecher: keine Sicherheitsmängel am Hamburger Flughafen
n-tv
Das Geiseldrama auf dem Gelände des Hamburger Flughafens hält an. Schnell werden Fragen laut, wie der Geiselnehmer überhaupt bis auf das Vorfeld des Flughafens vordringen konnte. Die Verantwortlichen schließen Sicherheitsmängel aus und verweisen auf Alarmketten, die einwandfrei funktioniert hätten.
Der Flughafen Hamburg sieht trotz der Geiselnahme auf dem Vorfeld des Airports keine Versäumnisse bei der Sicherung des Geländes. "Die Sicherung des Geländes entspricht allen gesetzlichen Vorgaben und übertrifft diese größtenteils", sagte eine Flughafensprecherin. Dennoch könne bei der Größe des Flughafens - sie entspreche fast 800 Fußballfeldern - nicht ausgeschlossen werden, "dass ein hochkrimineller, unbefugter Zutritt zum Sicherheitsbereich mit brachialer Gewalt erfolgen kann".
Die Sprecherin betonte: "Um die Sicherheit des Luftverkehrs zu gewährleisten, sind neben baulichen Maßnahmen auch Alarmketten etabliert, die einwandfrei gegriffen haben." Der Flugbetrieb sei sofort nach dem unbefugten Zutritt eingestellt und der Täter lokalisiert worden. "Nähere Angaben zu sicherheitsrelevanten Details sind nicht möglich."
Wegen eines Sorgerechtsstreits war ein 35 Jahre alter und bewaffneter Mann am Samstagabend mit seinem Auto durch Schranken am Airport gebrochen und auf das Vorfeld gefahren. Dort hält er seit mehr als zwölf Stunden seine vierjährige Tochter als Geisel.
