
SPD will schärfere Regeln für Kinder in sozialen Medien
n-tv
Die SPD MV setzt sich für verbindliche Alterskontrollen und spezielle Jugendversionen sozialer Medien ein. Auch Ministerpräsidentin Schwesig hat klare Forderungen.
Die SPD MV setzt sich für verbindliche Alterskontrollen und spezielle Jugendversionen sozialer Medien ein. Auch Ministerpräsidentin Schwesig hat klare Forderungen.
Güstrow (dpa/mv) - Die SPD-Landtagsfraktion hat sich bei ihrer Winterklausur in Güstrow dem Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum gewidmet und fordert schärfere Regeln. "Wir schützen Kinder im Straßenverkehr, im Jugendschutz und im Verbraucherschutz", sagte SPD-Landeschefin Manuela Schwesig. Was offline selbstverständlich sei, müsse auch online gelten.
Die SPD-Landtagsfraktion von Mecklenburg-Vorpommern und Schwesig fordern verbindliche Alterskontrollen und altersgerechte Regeln. Kinder unter 14 Jahren sollten keinen Zugang zu sozialen Medien erhalten. Für Jugendliche unter 16 brauche es verpflichtende Jugendversionen – ohne algorithmisch gesteuerte Feeds, personalisierte Inhalte oder suchtverstärkende Funktionen wie Endlos-Scrollen und automatische Wiedergabe.
Die SPD-Landesvorsitzende betonte weiter: "Soziale Medien sind kein rechtsfreier Raum". Kinder und Jugendliche hätten ein Recht auf Schutz vor Suchtmechanismen, extremistischen Inhalten, Pornografie und algorithmischer Manipulation. "Wir brauchen Schutz durch klare Regeln", erklärte die Ministerpräsidentin. Das Ziel sei ein digitaler Raum, der Chancen und Teilhabe eröffnet und Risiken begrenzt.
SPD-Fraktionschef Julian Barlen sagte: "Wir erleben eine digitale Aufmerksamkeitsökonomie, in der Geschäftsmodelle gezielt auf maximale Verweildauer und emotionale Zuspitzung setzen." Gerade junge Menschen seien diesen Mechanismen besonders ausgesetzt. Doch der Jugendschutz dürfe nicht an den Geschäftsmodellen internationaler Konzerne scheitern.













