
Innensenatorin: Pornografische Deepfakes scharf verfolgen
n-tv
Gegen pornografische Deepfakes sind neue Gesetze geplant. Senatorin Spranger macht eine klare Ansage: "Digitale Gewalt gehört mit aller Härte verfolgt." Für Sonntag ist eine Demonstration angekündigt.
Gegen pornografische Deepfakes sind neue Gesetze geplant. Senatorin Spranger macht eine klare Ansage: "Digitale Gewalt gehört mit aller Härte verfolgt." Für Sonntag ist eine Demonstration angekündigt.
Berlin (dpa/bb) - In der Debatte um besseren Schutz vor digitaler Gewalt - etwa pornografischen Fake-Bildern - hat Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) schärfere Gesetze und eine strenge Bestrafung der Täter gefordert. "Digitale Gewalt gehört mit aller Härte verfolgt", teilte Spranger der dpa mit. "Ein wirksames digitales Gewaltschutzgesetz muss Lücken im Strafgesetz schließen. Wer Menschen im Netz jagt, bedroht oder entwürdigt, greift ihre Würde genauso an wie auf offener Straße. Dagegen muss der Staat konsequent, entschlossen und mit strafrechtlichen Konsequenzen reagieren."
Zugleich wurde für Sonntagnachmittag (16.00 Uhr) eine Demonstration gegen digitalisierte Gewalt am Brandenburger Tor angekündigt. Es gehe um Solidarität mit allen Betroffenen, "um auf strukturelle Missstände und Gesetzeslücken im Kontext von digitaler und analoger sexualisierter Gewalt in Deutschland aufmerksam zu machen", hieß es von den Initiatoren, dem neu gegründeten Bündnis "Feminist Fight Club!".
Hintergrund der aktuellen Debatte über digitale Gewalt sind schwere Vorwürfe der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Partner, den Schauspieler Christian Ulmen, über die zuerst der "Spiegel" berichtet hatte. Ulmens Anwalt Christian Schertz kündigte rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung an, bei der es sich "in großen Teilen um eine unzulässige Verdachtsberichterstattung" handle. Zudem würden "unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet".
Fernandes wies im Internet auf die Demonstration am Sonntag in Berlin hin und rief dazu auf, auf die Straßen zu gehen und zu protestieren.













