
Soziologe Hartmut Rosa: Der Mensch als Anhängsel der Algorithmen
Frankfurter Rundschau
Der Soziologe kritisiert die Durchregulierung des Lebens. Starre Systeme rauben uns die Fähigkeit zum selbstbestimmten Handeln.
Das Freiheitsversprechen der Moderne hat sich nicht erfüllt. Anstatt zum Handeln werden wir vom Handeln befreit. Die Spielräume, in denen wirklich selbstbestimmtes Agieren möglich ist, kommen uns abhanden. Dies diagnostiziert der Soziologe Hartmut Rosa in seinem neuen Buch „Situation und Konstellation“, das im Suhrkamp-Verlag erscheint. Etliche Bereiche des Lebens sind inzwischen durch kleinteilige Vorgaben und Protokolle durchreguliert. Man denke an das Schreibtischtätertum des bürokratisierten Staats, aber auch an millilitergenaue Rezepturen für ernährungsphysiologisch optimierte Proteinshakes.
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