
Schwimmende Kriegskasse: Wie eine Blockade von Putins Schattenflotte den Krieg beenden könnte
Frankfurter Rundschau
Putins Schattenflotte ist längst im Visier westlicher Sanktionen. Russlands Wirtschaft gerät unter Druck. Ein Analyst erklärt, welche Auswirkungen drohen.
Kiew/Moskau – Am 28. Februar 2026 seilten sich belgische Spezialkräfte von einem Hubschrauber auf das Deck eines Tankers ab. Die MT Ethera war in der Nordsee unterwegs, voll beladen mit russischem Öl. Belgiens Premierminister Bart De Wever sprach von einer „schwimmenden Kriegskasse“ – und meinte damit nicht nur diesen einen Tanker. Wenige Tage später stoppte die schwedische Küstenwache den Frachter Caffa vor Trelleborg. Bewaffnete Einheiten enterten das Schiff, das unter falscher Flagge fuhr und mutmaßlich zu Putins Schattenflotte gehört. Ein Besatzungsmitglied wurde festgenommen, verdächtigt der Urkundenfälschung und schwerer Verstöße gegen das Seesicherheitsgesetz. Zehn der elf Besatzungsmitglieder sind russische Staatsangehörige.













