
Schleswig-Holstein drängt auf Ausbau der Sylt-Bahnstrecke
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Marode Technik, häufige Zugausfälle: Die Bahnstrecke nach Sylt steht seit Jahren in der Kritik. Was das Land jetzt fordert.
Marode Technik, häufige Zugausfälle: Die Bahnstrecke nach Sylt steht seit Jahren in der Kritik. Was das Land jetzt fordert.
Kiel (dpa/lno) - Schleswig-Holstein fordert angesichts des maroden Zustands einen raschen zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke nach Sylt. "Auch wenn es zweifellos viele andere kritische Bahnstrecken in Deutschland gibt, muss im Bundestag wie im Bahntower endlich verstanden werden, dass Sylt ein Alleinstellungsmerkmal hat: Die Bahn ist die Nabelschnur der Insel und es gibt für die vielen tausend Pendlerinnen und Pendler keine Alternative", sagte Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen (CDU).
Die schwarz-grüne Landesregierung war 2025 in Vorleistung gegangen. Sie will den Ausbau der sogenannten Marschbahn zwischen Niebüll auf dem Festland und Westerland auf der Nordseeinsel mit der Vorfinanzierung der Planungen beschleunigen. Dabei geht es um Kosten in zweistelliger Millionenhöhe. Bereits in der Vergangenheit war der Norden einmal in Vorleistung gegangen. Das Geld bekommt das Land jedoch von der Bahn erstattet.
Madsen appellierte an die Bundestagsabgeordneten, dem Ausbau der Strecke allerhöchste Priorität einzuräumen und finanziell abzusichern. "Wir haben im nördlichen Abschnitt zwischen Niebüll und Westerland mittlerweile einen Tiefpunkt erreicht, der nicht nur erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen hat, sondern auch den sozialen Frieden in der Region tangiert", sagte Madsen. Die Politik dürfe nicht länger zulassen, "dass Ärztinnen, Krankenpfleger oder Lehrer nicht mehr zuverlässig zur Arbeit kommen oder Schulkinder wegen ausfallender Züge stundenlang in eisiger Kälte ausharren müssen".
Seit 30 Jahren steht die Forderung im Raum, die 173 Kilometer lange Strecke von Itzehoe nach Sylt auszubauen und durch eine Elektrifizierung massiv Kosten zu senken. Planerisch angeschoben ist bereits der zweigleisige Ausbau zwischen Niebüll und Klanxbüll sowie zwischen Morsum und Tinnum auf Sylt.













